Plötzliches Erwachen... ohne wach zu werden
Huch! Jetzt soll womöglich Menthol und alles andere an sogenannten "Cooling Agents" in Liquids verboten werden. Das kommt ja mal überraschend...
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Huch! Jetzt soll womöglich Menthol und alles andere an sogenannten "Cooling Agents" in Liquids verboten werden. Das kommt ja mal überraschend. Und es würde dazu führen, dass viele Geschmacksrichtungen auch nicht mehr funktionieren, weil sie ohne diese Aromen nicht mehr richtig schmecken (das Zeug steckt nämlich in vielen Liquids drin, ohne dass man es merkt oder es sich im Vordergrund zeigt). Quasi ein Aromenverbot durch die Hintertür.
Ja klar! Ich prophezeie das nun schon lange Zeit. Irgendwann musste der erste Schritt zum Aromenverbot ja kommen. Mit haltlosen Argumenten wird das Verbot gefordert. Auf das BfR wird sich berufen, das herumschwurbelt und die Stoffe zur Bedrohung macht, obwohl sie dazu – laut eigener Angabe – gar nicht genügend Daten und Forschungsergebnisse haben, um das zu belegen.
Und wenn das durchgegangen ist, dann kann man diesen Quark auch generell für Aromen wagen. Mir wird zwar keiner glauben, aber ich bin sicher, auch das wird passieren. Und wenn es so gar keine wissenschaftlichen Gründe gibt, die auch nur ansatzweise glaubwürdig klingen, dann instrumentalisiert der Gesetzgeber halt wieder "die Kinderlein", die es vor der Verführung durch Erdbeergeschmack zu schützen gilt. Das kann für alles herhalten. Für Aromenverbote, für die Totalüberwachung der Kommunikation, für die Klarnamens- und Ausweispflicht zur Internetbenutzung... nur nicht für staatlich geförderte frühsexualisierung im Kindergarten... dafür taugt das Argument des Kinderleinschutzes halt nicht.
Jedenfalls sind – ich staune echt – jetzt einige aus dem Wachkoma aufgeschreckt. Plötzlich stellt man fest, dass das Dampfen jetzt mal so richtig in Gefahr ist (die früheren Salamischeiben hat man schlicht nicht wahrgenommen oder nicht wahrnehmen wollen). Und es bricht ein wenig Panik aus.
Tja und dann gibt es plötzlich(?) diese Petition, die sich gegen das drohende Verbot richtet. Boah... na... dann mal schnell unterschreiben. Man MUSS doch was tun! Unbedingt. Wo isse? Bei Change.org. Na prima... solche Petitionen sieht man dort ja oft und die Plattform rühmt sich, dass mit ihren Petitionen schon so viel erreicht wurde.
Zack! "Unterzeichnet!" Und nun noch schnell Werbung für die Petition machen! Sollen ja viele... am besten ALLE... mitmachen!
So ein Engagement hätte ich mir vor einigen Jahren gewünscht. Zu Zeiten, als noch eine Chance bestand, mit einer starken Konsumentenlobby wenigstens noch irgendwas zu erreichen. Aber da herrschte das totale Phlegma vor. Oder es wurde argumentiert, dass Engagement ohnehin nichts bringen würde. Oder dass es auch gar nicht so schlimm kommen würde. Guten Morgen! Verpennt!
Aber jetzt, wo der Zug abgefahren ist und wir nur noch die roten Lichter sehen, entdecken ganz viele ihren Mut, etwas zu tun. Als "Gemeinschaft". Die Petition zu unterzeichnen ist immer noch besser, als würde man nichts tun. Man nutze seine Chance. Das bewirke mehr, als das Meckern in der Bubble. Man unterzeichnet aus Prinzip. Tja und immer noch besser, als sich in sein Schicksal zu ergeben... jawoll!
Vor fünf, sechs Jahren hatte man sich in sein Schicksal ergeben, aufgezeigte Verbotsgefahren als Schwarzmalerei verurteilt oder sich auf seinen Bunker zurückgezogen... und heut wird plötzlich unterschrieben. Weil... man muss ja mal was tun.
Ja, man muss was tun... bzw. hätte man was tun müssen, als es noch nicht zu spät war. Hat man aber nicht.
Ich habe dann mal verkündet, dass ich nicht unterzeichnet habe, weil wieder einmal die völlig falsche Plattform gewählt wurde. Nicht, weil es eh zu spät ist, sondern wirklich wegen der Plattform. Bei einer seriösen Plattform hätte ich ganz sicher unterzeichnet, wohl wissend, dass der Zug ohnehin bereits abgefahren ist. Aber MUSSTE es denn nun Change.org sein?
Ein totes Pferd sollte man nicht wieder aufsatteln und besteigen. Und Change.org ist komplett verbrannt. Aus informierten Quellen weiß ich, dass Petitionen, die auf dieser Plattform durchgeführt werden, von der Politik nicht einmal im Ansatz zur Kenntnis genommen werden. Und das auch aus gutem Grund. Die Unterschriften sind nämlich nichts wert. Das ganze Dingen ist eine Datensammel-Firma, die kostenlose Kampagnen erlaubt, um an Namen, Mail-Adressen und politische bzw. gesellschaftliche Einstellungen zu gelangen und gewinnbringend zu verkaufen. Deshalb ist Change.org auch würdiger Preisträger des Big Brother Award 2016. Einfach mal die Begründung für die Preisverleihung nachlesen.
Viel schwerwiegender ist aber, dass auch Fake-Signaturen nicht einmal im Ansatz unterdrückt oder unterbunden werden. Es wird definitiv nicht darauf geachtet, wie viel Unterzeichnungen von einer IP kommen, es wird nicht auf die Plausibilität des Namens geachtet. Eine Unterschrift ist dort schlicht nichts wert, weil sie auch einfach nur frei erfunden sein kann. Zieht mal von den knapp über 16.000 Unterschriften derzeit VIER ab. Denn das sind Fake-Signaturen von mir. Zum Ausprobieren. Alle von derselben IP aus. Einmal ist es Havelock Vetinari mit einer Proton-Mailadresse. Den gibt es aber nicht auf der Erde, sondern nur auf der Scheibenwelt von Terry Pratchett. Er ist der Patrizier von Ankh Morpork.
Dann hat der Samuel (kurz Sam) Mumm unterzeichnet, der ein Startmail-Alias verwendet hat. Auch den jibbet nich hier, sondern nur auf der Scheibenwelt, wo er Kommandeur der Stadtwache ist.
Zwei weitere erfundene Akteure nenne ich jetzt nicht, damit jeder was zu Suchen hat. Einmal wurde eine andere Alias-Mail eines bekannten Browserherstellers verwenden und einmal sogar eine Wegwerf-Mailadresse eine bekannten Dienstes, der für solche Zwecke für kurze Zeit Mail-Empfang erlaubt.
Mit etwas Zeit und Fantasie kann man ein Skript erstellen, der das automatisiert... und hunderte Signaturen fälschen.
Und das wissen die Adressaten solcher "Petitionen" auch sehr wohl. Deshalb haben diese Petitionen auch keinerlei Wert.
Es gibt andere Portale, die das besser machen, obwohl auch da noch die Echtheit von Unterzeichnungen angezweifelt werden könnte. Aber die verkaufen Eure Daten wenigstens nicht. Für den deutschsprachigen Raum wäre da OpenPetition geeigneter. Kann man nutzen, um ein Zeichen zu setzen. Der sauberste Weg ist das offizielle Petitionsportal des Bundes und der Länder, welches auch sicherstellt, dass hier keine Fakes durchrutschen.
Aber unterschreibt ruhig fleißig. Eure Daten werden für den Kommerz gebraucht und es bewirkt eh nichts. Hauptsache Ihr habt ein gutes Gefühl... und was der Pepe schreibt ist eh belanglos und nebensächlich. Wenn jemand anderes seine Zweifel anmelden würde, dann würde man vielleicht besser doch nicht unterschreiben.
Ich erinnere an eine Petition, die im August 2017 gestartet wurde. Anlass war die drohende Mengenbegrenzung von Menthol in Liquids. Um das Gesetz nicht extra ändern zu müssen, sollte eine Mengenbegrenzung im Anhang zur Verordnung untergebracht werden. Und im Entwurf der Regierung stand was von 0.1 % maximal... weil irgendwelche Liquidhersteller gesagt hätten, damit kämen sie selbst gut hin. Erstellt wurde sie als "Zeichen-setzen-Petition" auf dem Petitionsportal OpenPetition von einem der damals noch existierenden drei Konsumentenverbänden. Und das nicht in der Kneipe auf einem Bierdeckel, sondern wohldurchdacht und ebenso formuliert. Vorher hatte besagter Verband Kontakt zu den anderen beiden Verbänden aufgenommen, was wie immer ignoriert wurde. Es wurde auch ein als "Papst Berhardus" bekannter unfehlbarer Dampf-Fürsprecher und Uni-Professor kontaktiert. Der aber wusste gar nicht, wer ihn da ohne Audienz belästigt und er hat auch nicht geantwortet. Kurz nach Start waren sich deutlich über hundert Unterzeichnungen da, als der Papst auf die Petition aufmerksam wurde und sie öffentlich zerriss und Dinger rausgehauen hat, wie "so ziemlich die blödeste Aktion, die ich seit langem gesehen habe", "Viel blöder argumentieren kann man nimmer.", "Aus den genannten Gründen halte ich diese Petition nicht nur für zwecklos, sondern für potentiell gefährlich und kontraproduktiv.", "Es ist übrigens wurscht, ob man die Petition unterschreibt oder nicht. Ihre Existenz ist auch ohne Unterschriften bedrohlich. Das ist eine klassische Missgeburt." Halt in seiner typisch unhöflichen Art, welche die mangelnde Kinderstube, die er wohl genossen hat, abermals deutlich zeigte. Und weil ihm der Großteil der Szene total hörig war, rissen die Unterzeichnungen auch unmittelbar nach seinen Beleidigungen ab, sodass die Petenten die Petition beendet haben. Ein Glück für die Szene, dass er sich aus dem Bereich der Dampfer-Fürsprache inzwischen zurückgezogen hat.
Damals war es schon schwierig genug, die Szene vom Sinn zu überzeugen und dazu zu bringen, mitzuzeichnen. Später wurde es noch schwieriger. Und jetzt? Jetzt gibt es mit einem Mal Bewegung. Einige sind aufgewacht, aber ohne wach zu werden. Denn wer wirklich wach geworden wäre, der würde erkennen, dass es nun zu spät ist. Schade, aber leider die Realität.
Aber wer mag, soll ruhig unterschreiben. Was mich allerdings interessieren würde: WER steckt eigentlich dahinter? WER ist "Wir lieben Geschmack"? Darüber findet man auf der Petitionsseite nämlich mal so gar nichts.
Nicht einmal den Link auf ihre Kampagnen-Webseite. Dort nämlich wird sichtbar, dass es sich um die Petition des VdeH handelt, über die ich mich vor ca. einem halben Jahr schon einmal ausgelassen habe. Jedes verkackte Blog braucht ein Impressum. Aber eine Petition bei Change.org darf komplett pseudonym stattfinden, ohne dass es Konsequenzen hat. Na ja... doch eine Konsequenz hat es doch: Kein Politiker nimmt der Mist zur Kenntnis. Und keiner weiß, wer da der Petent ist, wenn er nicht von der Kampagnenseite kommt. Weshalb versteckt man sich auf Change.org hinter "Wir lieben Geschmack"? Weshalb nennt man nicht den Namen des Verbands? Hmmm... wird vielleicht ja Grüüünde haben.
Was so war… #8
5.1.26 – 25.1.26 - Drei Wochen ordentlich was los, wobei sich alles um wenige Themen dreht. Drama ist auch dabei.
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5.1.26 – 25.1.26
Drei Wochen ordentlich was los, wobei sich alles um wenige Themen dreht. Drama ist auch dabei.
Eine Studie, die vielen nicht gefallen wird
Das Ärzteblatt, nicht verdächtig, dem Dampfen gegenüber besonders positiv eingestellt zu sein, überrascht mit einem Artikel über eine Studie und titelt "Rauchen: Nach Modellrechnung verhindert die E-Zigarette vorzeitige Todesfälle" (rdbl). Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Förderung des Umstiegs vom Rauchen auf das Dampfen im schlechtesten angenommenen Fall (Pfrunzeln hätten ein vermutetes relativ(!) hohes Risiko) in zehn Jahren ca. 1,6 Millionen Menschen das Leben retten könnte und damit 20,8 Millionen Lebensjahre schenken könnte, und im besten Fall (was also der tatsächlichen Schädlichkeit des Dampfens entspricht) sogar 6,6 Millionen Menschenleben retten und damit 87,7 Millionen Lebensjahre Zugewinn "erwirtschaften" dürften.
Das sind mal Hausnummern! Nur nimmt wieder einmal niemand diese Studie so richtig zur Kenntnis und sie schafft es natürlich nicht in die Schlagzeilen. Das schaffen andere "Studien" oder haltlose Behauptungen irgendwelcher staatlichen Institutionen... wenn es genügend Drama gibt und alle nicken können, weil sie schon immer wussten, dass Dampfen sehr schädlich, wahrscheinlich (oder gewiss) sogar schädlicher als das Rauchen ist. Das produziert Klicks und konditioniert die Rezipienten solcher Presse, was ja erwünscht ist.
HINWEIS: Der Artikel im Ärzteblatt stammt tatsächlich aus dem Jahr 2017. Er war aber im Feedreader fein säuberlich in die Artikel der 2. KW 2026 einsortiert. War mir gar nicht aufgefallen. Ich lass ihn drin, auch wenn er nicht den aktuellen Zeitgeist mehr widerspiegelt.
Danke an den Hinweisgeber!
Passivdampf-Studien daneben gegangen
Dann gab es Studien zum "Passivdampfen", die Horrorszenarien bezüglich der Exposition Dritter durch unser Aerosol zeichnete. Sébastien Soulet and Roberto A. Sussmann haben diese Studien zerlegt. Es wurde nämlich nicht der ausgeatmete Aerosolrest für die Messungen verwendet, sondern der von den Geräten unmittelbar abgegebene Dampf in Kammern geleitet. Pech! Es gibt keinen "Nebenstromdampf" beim Pfrunzeln. Bei den Experimenten wurde zwar korrekt vorgegangen, aber der Versuchsaufbau hat halt absolut nichts mit der Realität zu tun. Den frisch erzeugten Dampf haben die Forscher dann auch noch in eine zwei Kubikmeter fassende Kammer geleitet. Sussmann vergleicht das mit einer Telefonzelle. Sehr realitätsnah, der Versuch, echt mal. Und schließlich haben sie ihr Liquid auch noch selbst gemischt und dabei Aromakomponenten genutzt, die in der Praxis unüblich sind (Liqud mit ausschließlich zugesetzten Terpenen, wie z.B. α-Pinen oder Geraniol, also auch völlig realitätsfern). Insgesamt also wertlos, was die Aussagekraft für die Praxis betrifft. Aber solche Studien sind halt in der Welt und der Artikel von Sussmann und Soulet nimmt auch wieder niemand zur Kenntnis... und deshalb muss das Dampfen an allen möglichen Orten dringend eingeschränkt oder verboten werden.
Überraschung
Das mir bislang völlig unbekannte Magazin "LokalKlick Online-Zeitung Rhein-Ruhr" veröffentlichte einen ausgesprochen positiven Artikel zum Dampfen mit offenen Systemen, zum Selbstwickeln und zum Selbstmischen als Subkultur, die im krassen Gegensatz zu Pod-System-Nutzern und Disposable-Konsumenten steht:
Jenseits der Einweg-Vape: Wenn Dampfen zur Feinmechanik wird (arch)
Schade... zu spät. Der Markt für diese Systeme ist nicht mehr zu retten.
Und weshalb?
Die Welt schrieb einen ausführlichen Bericht über den explosiv verlaufenden Wildwuchs des Schwarzmarktes und des Handels mit illegalen Geräten und Liquids. Sie zählen schön auf, was da alles so läuft, jammern, dass dem Staat so viele Einnahmen entgehen würden, verpassen es aber die wahren Gründe dafür zu nennen. Sie erwähnen mal nebenbei, dass der Schwarzmarkt seit der Liquidsteuer stark angewachsen sei und sagen, dass es für die Händler der illegalen Produkte eine enorme Gewinnmarge gibt. Dass das aber alles aus völlig weltfremden Regelungen (ja, schon seit der TPD2) resultiert und an den immer strenger werdenden Richtlinien, sowie die bald in der gesamten EU eingeführten Steuern liegt, wird nicht erwähnt. Passt nicht ins Narrativ. Es fühlt sich eh so an, als ginge es gar nicht in erster Linie gegen das Dampfen, sondern vielmehr gegen die ach so pöööhsen Chinesen.
Hintermänner, Logistik, Gewinne – So funktioniert das Milliarden-Geschäft mit illegalen E-Zigaretten (arch) [Welt]
Der VdeH feiert den Artikel, ohne selbst die inhaltlichen Schwächen auszugleichen. ber ok, sie sind ja eh das Zoll- und Überwachungsbehörden-Mitteilungsblatt geworden. So richtig aktive Verbandsarbeit ist immer weniger erkennbar.
Alterskontrolle für Baumwollwatte und Imkerdraht
op-Online und Handelsblatt schreiben darüber, dass der BGH derzeit in einem Verfahren überprüft, ob die Altersüberprüfung beim Verkauf von Zubehör und nikotin- sowie Liquidfreie Teilartikel überhaupt sein muss.
Jugendschutz bei E-Zigaretten: BGH prüft Alterskontrolle (arch) [op-online.de]
Jugendschutz bei E-Zigaretten: BGH prüft Alterskontrolle (arch) [Handelsblatt]
Das gefällt dem BfTG aber mal so gar nicht. Sie wettern dagegen und wollen, dass weiterhin ALLES einer Altersbeschränkung unterliegt. Was ein schäbiger Verein!
Na wenigstens auch mal wieder was zu Lachen
Ja, denn man darf lesen:
Rauchen, Brennholz und Vaping: Die Auslöser für den Lungenkrebs-Anstieg in Paraguay (arch)
Das schreibt das Online-Magazin "Wochenblatt" aus Paraguai... auf Deutsch übrigens! Ihr Nationales Institut für Atemwegs- und Umwelterkrankungen (INERAM) hat festgestellt, dass Dampfen mit zu einem Anstieg der Lungenkrebserkrankungen führt. Paraguayische Lungen scheinen anders zu sein, als die Lungen aller anderen Völker der Welt. Hut ab!
Aromenverbote
Und das bestimmende Thema der vergangenen Woche ist das von der Bundesregierung angestrebte Verbot von Cooling Agents UND Menthol in Liquids. Da ist halt was durchgesickert, dass sie wohl recht konkret bald umsetzen wollen. Und – welch Zufall – sprießen auch die Berichte über die so schädliche Wirkung von Menthol und seinen Freunden wie Unkraut aus dem Boden. Zufall halt. Passt aber auch prima, denn damit lässt sich ein solches Verbot viel besser verkaufen. Es geht natürlich nur um das "böse" Menthol, wie es in Liquids genutzt wird und darf nicht mit dem "guten" Menthol verwechselt werden, wie es in Inhalationsarzneien, Nasentropfen, Einreibemitteln und sogar in Ich-gewöhne-mir-das-Rauchen-ab-Inhalern vorkommt. Das ist harmlos. Das Liquid-Menthol, das bringt einen hingegen um. Ist wie mit dem Liquid-Nikotin, das tötet und süchtig macht, wo hingegen das Raucherentwöhnungsprodukte-Nikotin nicht schadet und auch nicht abhängig macht. Die Welt ist voller Wunder.
Verbot für Inhaltsstoffe in E-Zigaretten geplant (arch) [Deutsches Ärzteblatt]
Ausgedampft!: Bundesregierung will Menthol-Vapes verbieten - Lungenärzte atmen auf, Tabaklobby läuft Sturm (arch) [Bild]
Bundesernährungsministerium - Verbot für Inhaltsstoffe in E-Zigaretten kommt (arch) [Pharmazeutische Zeitung]
Giftstoffe in Liquids - Bundesinstitut: Kühlstoffe in E-Zigaretten sind schädlich (arch) [Stern] (Genial: Im Text "könnte", "könnte", "könnte" und in der Überschrift die Tatsachenbehauptung.)
Bundesinstitut für Risikobewertung - Kühlstoffe in E-Zigaretten sind schädlich (arch) [Deutschlandfunk]
Mich wundert nichts mehr. Ich reg mich aber auch nicht mehr drüber auf.
Die Auswirkungen des Verbots von Cooling Agents und Menthol sind aber wesentlich weitreichender, als man auf den ersten Blick annehmen mag, denn diese Inhaltsstoffe sind in sehr, sehr vielen Liquids enthalten, die selbst gar nicht irgendwie "Minze" sind, sondern ganz andere Geschmacks-Kompositionen. Das Zeug ist fast überall drin, weil es den Geschmack oftmals abrundet und erst so richtig gut macht. Ohne diese Stoffe werden sehr viele Liquids und damit Geschmacksrichtungen nach und nach verschwinden.
Das BfR lässt sich auch ausführlich über die schädliche Wirkung aus (arch), behauptet dass es ganz doll schlimm ist, man sich aber nicht sicher ist, ob es schlimm ist, weil man noch gar nicht genug geforscht hat, ob es denn wirklich schlimm ist... Schlimm, schlimm... schlimm! So ein beklopptes Geschwurbel hab ich schon lange nicht mehr gelesen.
Stellungnahme Nr. 003/2026 - E-Zigaretten: Kühlstoffe können gesundheitliche Risiken bergen BfR hat neun weitere „Cooling Agents“ bewertet [BfR]
Egal... das war's jetzt erstmal mit dem Schulterblick zurück...
DAMPFERboard: Entwarnung
Das DAMPFERboard ist wieder online. Es scheint wohl doch nur eine "Störung" gewesen zu sein. Allerdings hat die schon recht lange angehalten (mehrere Tage), sodass selbst ich befürchtete, es könnte das Aus sein, zumal es auch keinerlei Informationen zu den Problemen hab.
Egal! Ist wieder da und "die Bücher sind nicht verbrannt". Puuuh...
Egal! Ist wieder da und "die Bücher sind nicht verbrannt". Puuuh...
Wech? - 301 "Moved Permanently"
Seit einigen Tagen ist das Forum DAMPFERboard nicht mehr erreichbar. So gar nicht. Und keiner weiß irgendwas darüber zu sagen...
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Seit einigen Tagen ist das Forum DAMPFERboard nicht mehr erreichbar. So gar nicht. Und keiner weiß irgendwas darüber zu sagen.
Eine simple Analyse mit curl scheint darauf hinzuweisen, dass der Webserver eine permanente Weiterleitung erzeugt, jedoch keine neue "Location" für die Webseite konfiguriert wurde. Der Browser bekommt dann nur
<html>
<head><title>301 Moved Permanently</title></head>
<body>
<center><h1>301 Moved Permanently</h1></center>
<hr><center>nginx</center>
</body>
</html>und das Fenster bleibt leer.
Ist das nun nur ein Konfigurations-Problem, oder wurde die Seite schlicht vom Netz genommen? Und... falls letzteres zutrifft... weshalb wird dann nicht wenigstens ein Hinweis darauf angezeigt?
Ist das Dampfer-Board nun Geschichte? Und ist damit auch wieder sämtliches (vor allem "altes") Wissen unwiederbringlich verschwunden, so wie es auch mit dem EDF passiert ist?
Na ja... die Szene stirbt wahrscheinlich gerade peu à peu. Urgesteine im Hersteller- und Händlerbereich verschwinden auch immer mehr. Zuletzt hat es Dicodes gerissen. Schon traurig, das alles zu beobachten.
Aber vielleicht sind es ja doch nur Server-Probleme und das Forum taucht in nächster Zeit wieder auf. Sehr aktiv war es seit dem Bruch und dem mehrfachen Verkauf ohnehin nicht, weil sich die meisten treuen Nutzer bei den Dampf-Piraten eingefunden haben. Schade ist es nur um die ganzen Dinge, die in den vielen Jahren vorher dort gelaufen sind. Fachforen sind auch immer ein Stück Geschichte und dokumentieren die Entwicklung der spezifischen Szene. Wenn das verschwindet, ist das ein wenig wie eine Bücherverbrennung.
"Moved Permanently"... doch wohin? Ins Nirvana?
Was so war... #7
Ein sehr kurzer persönlicher Rückblick wird dieses letzte WSW aus dem Jahr 2025. Aber weil die KW 1 bereits im vergangenen Jahr begonnen hat, ziehe ich die erste KW 2026 mit rein und schließe das Jahr 2025 hiermit ab...
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Ein sehr kurzer persönlicher Rückblick wird dieses letzte WSW aus dem Jahr 2025. Aber weil die KW 1 bereits im vergangenen Jahr begonnen hat, ziehe ich die erste KW 2026 mit rein und schließe das Jahr 2025 hiermit ab.
War wirklich nicht sehr bewegend, der Rest von '25.
Dir größte Welle hat eine "wissenschaftliche" Studie verursacht, die als Ergebnis verkündete, dass das Dampfen zu einem zweieinhalb Mal höheren Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle führen soll (hier nur ein Beispiel: Link). Schaut man sich an, was sie gemacht haben, dann war es nicht mehr als das Zusammentragen etlicher anderen Studien, die dazu Daten erhoben haben. Und mit etwas gesundem Hausverstand zeigte sich auch hier wieder einmal, dass wieder der alte Trick verwendet wurde, zu vernachlässigen, dass die meisten pfrunzelnden Studienteilnehmer ehemals langjährige Raucher waren. Und diese Gruppe wurde dann mit lebenslangen Tabak- und Nikotinasketen verglichen. Also kein Wunder, dass genau das heraus kam, was gewünscht war. Eine in weiten Teilen gute Aufklärung über diesen Wahnsinn liefert Steamshots mit dem Artikel „2,5-mal höher“ – und trotzdem nicht bewiesen: Wie eine wacklige Datenlage zur nächsten Vaping-Panik wird (arch)
Und es wurde von der "größten Nikotinsuchtwelle seit den 1950er-Jahren" fantasiert. Tabaksucht war gestern... heut ist Nikotinsucht. Aber locker bleiben, denn...
Alkohol und Nikotin rafft die halbe Menschheit hin, doch ohne Alkohol und Rauch stirbt die andre Hälfte auch.
Dass jetzt Zahnstocher in Schulen verboten werden, habe ich Euch ja schon verkündet...
Auch Clearing the Air schimpft kurz vor Heiligabend noch einmal gegen die Flut unseriöser Studien zum Dampfen und den daraus resultierenden Schlagzeilen: Scary headlines, shaky science: why some vaping studies don’t add up (arch)
Zum Jahreswechsel hat mich und Euch dann der BVRA endlich mal aufgeklärt, wie erfolgreich er in seiner unermüdlichen, aber halt im Stillen stattfindenden Arbeit war... was mich dazu bewogen hat, meine Fehleinschätzung einzugestehen.
Mit dem 01.01.2026 ist nun die Anhebung der Liquidsteuer erstmal am vorläufigen(!) Ziel angelangt. Der Milliliter jeder Flüssigkeit kostet jetzt 32 Cent Steuer. Damit werden auf ein typisches 10-ml-Fläschchen Liquid 3,20 Euro allein an Steuern fällig. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass man mal ungefähr so viel für ein solches Plülleken als Endpreis (inklusive Märchensteuer) hinlegen musste. Und in der heißen Phase vor der Steuer gab es Nikotin-Shots, die einen oder zwei Euro gekostet haben, also deutlich weniger, als jetzt allein die Steuer ausmacht. Groß berichtet wurde darüber nicht... ist halt Normalität und es wird ohnehin einfach hingenommen oder der Schwarzmarkt bemüht.
TabStMoG vollendet: Höhere Steuern auf Zigaretten und E-Liquids ab sofort (arch) [Ad Hoc News]
Und das war es dann auch schon mit 2025... war gar nicht so viel...
Top-Meldung: BVRA ist erfolgreichster Konsumentenverband im Bereich Dampfen in Deutschland!
Ich muss mich wohl korrigieren. Auch im Jahr 2025 habe ich mich beklagt, dass der einzige verbliebene Konsumentenverband, der BVRA, nichts getan hat. Das war aber ein Irrtum...
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Ich muss mich wohl korrigieren. Auch im Jahr 2025 habe ich mich beklagt, dass der einzige verbliebene Konsumentenverband, der BVRA, nichts getan hat. Das war aber ein Irrtum.
Denn in seiner Neujahrsansprache konnte der BVRA verkünden, dass er, trotz verfehlter Tabakbekämpfungspolitik "Verbandsarbeit auf diversen Ebenen betrieben" hat. Diverse, also viele, so richtig viele. Ganz viele Ebenen halt. Boah waren das viele.
Nachdem ich das gelesen hatte, dachte ich mir, dass es ja gar kein Wunder ist, wenn sie darüber nichts veröffentlichen. Da fehlt es dann schlicht an der Zeit, wenn man ununterbrochen auf so vielen Ebenen unterwegs ist. Allerdings habe ich beim weiteren Lesen der Neujahrsansprache festgestellt, dass auch das wieder ein Irrtum war. Die ein wenig geringe Öffentlichkeitsarbeit hatte ganz andere und nicht so profane Gründe, als schnöder Zeitmangel aus Überarbeitung. Aber dazu später noch mehr.
Zunächst hatte der Verband mal politische Arbeit verrichtet, indem er die Parteien fragte, wie sie denn zur Regelung, zu Aromenverboten oder der Liquidsteuer stünden. Die Antworten waren, wie zu erwarten, stumpf, dumm und von ohnehin schon bekanntem Inhalt... aber dafür kann der BVRA ja nichts.
Gleichzeitig haben sie in der Konsumentenszene gefragt, ob denn die Position zu Aromenverboten Einfluss auf ihre Wahlentscheidung haben würde. Das Ergebnis war eindeutig: 95 % der Befragten gaben an, dass die Haltung einer Partei ihre Wahlentscheidung beeinflussen würde. Aber das Ergebnis war nicht nur eindeutig, sondern auch erschreckend. Wer nur ein wenig Verständnis für die eigene Verantwortung als Wähler hat, wird seine Entscheidung wohl eher nicht von solch einer Nebensächlichkeit abhängig machen. Ich glaube, da gibt es andere wichtige politische Themen, die ausschlaggebender sind. Echt erschreckend.
Egal. Umfrage wurde gemacht. Den Parteien wurde das Ergebnis per Brief kundgetan. Das wird ja sicherlich geholfen haben, dass diese wirren Gedanken nun weg sind.
Wobei... Moooment... es ging ja quasi um sowas wie ein "Wahlversprechen" bezüglich Aromenverboten... und seit der letzten Wahl wissen wir ja, dass Wahlversprechen eine Lebensdauer von nicht mal mehr einem Tag haben.
Dass die neue Regierung gar nicht wirklich so interessiert ist, etwas auf diesem Gebiet zu machen und dort eine enorme Unwissenheit herrscht, überrascht niemanden.
Dem neuen Drogenbeauftragten Prof. Dr. Hendrik Streeck hat der Verband dann auch einen offenen Brief zukommen lassen (das war einer der seltenen Momente, wo man ihre Arbeit auch öffentlich wahrnehmen konnte). Hat ihn wohl nicht beeindruckt oder gar überzeugt.
Und nun kommt die Auflösung, weshalb man öffentlich so wenig von der Verbandsarbeit und der Existenz des Verbands überhaupt mitbekommt:
Als Konsumentenverband sind wir nicht mit dem Anspruch gestartet, jegliche öffentliche Äußerungen mit einem polternden Blogbeitrag zu begleiten. Das Ziel war von Beginn an Prozesse mitzugestalten, mit am Tisch zu sitzen. Dieses Ziel kann nur durch seriöses Arbeiten und Auftreten erreicht werden, was meist leise und im Hintergrund vonstatten geht.
Geheimagenten! Ein Geheimdienst! Ganz seriöse Herrschaften in dezenten Anzügen, die sich öffentlich nicht äußern, um mit an den Tischen sitzen zu dürfen, wo die wichtigen Entscheidungen getroffen werden. So geht seriös! Alles andere ist unseriös!
Und wahrscheinlich bekommen wir ihre Erfolge auch nicht mit, weil auch die nur hinter vorgehaltener Hand in bestimmten Kreisen einander zugeflüstert werden. Spürbare Erfolge gab es zwar auch noch nicht... aber die kommen... ganz sicher. Wer will schon schnelle Erfolge, wie man sie z.B. von der DUH kennt, die ihrerseits gerne mal poltert und sich zu jeder Sache ungefragt auch deutlich öffentlich äußert. Die müssen ein Geheimrezept haben, dass sie trotz dieses unseriösen und unprofessionellen Verhaltens mit an den Tischen der wesentlichen politischen Schaltstellen sitzen.
Also brauchen wir auch dieses Jahr nicht darauf warten, dass es regelmäßig Statements zu all dem Wahnsinn gibt, den unsere Verbots- und Regulierungswelt bereithält.
Auf dem Feld des Verbraucherschutzes haben sie ja mal "laut gegeben", indem sie über das Touchdisplay-Verbot am Steuer aufklärten und etwas zu Drogenkonsum mit Dampfgeräten brachten. Der Rest des Verbraucherschutzes ist wahrscheinlich auch wieder im Geheimen gelaufen. Damit sie schön seriös sind und alle wichtigen Leute auch weiter mit ihnen sprechen.
Jetzt habe ich verstanden. Asche auf mein Haupt! Der BVRA ist einfach der erfolgreichste Konsumentenverband im Bereich Dampfen in Deutschland! Sie gehen damit nur nicht hausieren und arbeiten wie die Ochsen still und heimlich im Hintergrund, sitzen an den wichtigen Katzentischen.
Davon können sich die anderen Dampfer-Konsumentenverbände in Deutschland mal ne Scheibe abschneiden, jawoll! 🤔
14 Jahre rauchfrei!
Vierzehn Jahre rauchfrei, vierzehn Jahre Pfrunzeln...
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Vierzehn Jahre rauchfrei, vierzehn Jahre Pfrunzeln.
Nochmal krame ich die Story von meinem Umstieg und meiner Reise zu Apache Store in Berlin jetzt nicht raus. Und ich spare mir auch die Bemerkungen zu meinen Einstiegs-Pfrunzeln (eGo-T).
Und auch ein Jahresrückblick wird es nicht wirklich. Wäre auch traurig.
Die Einschläge immer restriktiverer Regelungen kommen immer näher. Irgendwann kommt auch in Deutschland der Volltreffer. Nur eine Frage der Zeit. Hoffnung, dass bei den Entscheidern Vernunft einkehrt, besteht nicht.
Die Szene im Internet ist auch kaum noch existent. Die Foren laufen weiter… Off-Topic oder sachfremde Themen bestimmen aber den Diskurs. Blogs oder Magazine? Quasi vorbei. Es gibt noch Steamshots und die Dampfdruck-Presse. Das war es dann aber auch schon. Vapers Insight scheint nicht mehr wirklich aktiv weiter betrieben zu werden und die Dampfergarage ebenfalls nicht (sie vermittelte eh das Gefühl, eher eine Marketing-Plattform geworden zu sein). Sonst ist nix übrig.
Ist aber auch nicht schlimm, denn es interessiert sich ohnehin kaum noch jemand für diese Art der Informationen… und schon gar nicht, wenn man sie lesen muss.
Das Dampfen ist auch im vergangenen Jahr für mich noch mehr zum Alltag geworden. Alle ca. acht Monate mische ich mir meine sechs Liter Liquid nach dem Rezept, das ich im Schlaf herunterbeten könnte. Ab und an Hardware-Pflege, wöchentliche 3börns und hin und wieder mal neues Wickeln. Das war es dann auch schon.
An den meisten Themen, die rund ums Dampfen in mein Fangnetz fliegen, reibe ich mich auch nicht mehr, und erst recht nicht rege ich mich darüber auf. Trotzdem bleibe ich stets auf dem Stand und sauge alles an Informationen auf. Und das wird sich absehbar auch nicht ändern. Die Dampfdruck-Presse bleibt erhalten und ich hoffe auf eine etwas zunehmende Artikel-Frequenz.
Das einzige, was bemerkenswert ist… dies ist der letzte Artikel, der im alten WordPress Blog landet. Vielleicht wird die DDP ein oder zwei Tage im neuen Jahr etwas hakelig erscheinen, weil ich sie ja nun umstelle… aber das sollte sich auch in Grenzen halten.
Na dann… auf ins 15. Jahr Dampfen… ins 15. Jahr als Nichtraucher!
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus
Kürzlich habe ich ja geschrieben, dass ich die Dampfdruck-Presse, die jetzt locker seit zehn Jahren (mit einer kurzen Unterbrechung durch Drupal für ein paar Monate) mit WordPress läuft, von WordPress wegmigrieren möchte...
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Kürzlich habe ich ja geschrieben, dass ich die Dampfdruck-Presse, die jetzt locker seit zehn Jahren (mit einer kurzen Unterbrechung durch Drupal für ein paar Monate) mit WordPress läuft, von WordPress wegmigrieren möchte.
Schon längere Zeit empfinde ich WordPress ohnehin als zu aufgebläht. Und die Themes (insbesondere die neuen Block-Themes) haben bei mir in den vergangenen Jahren auch immer wieder mal Probleme gebracht. Na und jetzt halt noch die Ankündigung WordPress zu einem KI-Monster umzugestalten (und die ersten konkreten Schritte sind wohl schon für Version 7 vorgesehen)… nein, das ist nichts mehr für mich!
Nun würde es ja mehrere gangbare Möglichkeiten geben, mit denen ich mich auch schon auskenne… Serendipidy ist eine feine, eher einfach gehaltene Blog-Software, die langsam, dafür aber sorgfältig gepflegt wird. Oder Flatpress, das auch sehr ausgereift ist, ohne Datenbank auskommt und ebenfalls aktiv entwickelt wird. Eine weitere Möglichkeit wäre Publii, bei welchem das CMS lokal läuft und die erzeugten statischen Seiten dann auf den Server hochgeladen werden. Hierfür müsste ich dann aber einen eigenen Kommentar-Server betreiben, weil es aufgrund seines statischen Systems selbst keine Interaktion dieser Art erlaubt. Ist aber auch machbar.
Diese drei Möglichkeiten kämen also durchaus in Betracht für mich. Aber es gibt ja schon ein sehr gutes CMS, welches ich für die DDP nutzen kann und das ich bereits viele Jahre selbst hoste: Hubzilla.
Hubzilla ist nämlich nicht nur eine Social-Network-Software für das Fediverse (so wie Mastodon, Pleroma, Misskey, Friendica, Pixelfed, Loops etc.), sondern gleichzeitig ein echtes Content Management System. Und durch die Arbeit an meinem Onlinebuch zu diesem Aspekt (Hubzilla – das Social Network CMS) bin ich auch geübt darin, solche Projekte damit zu realisieren.
Ich hatte die DDP ja ohnehin schon versuchsweise (seit Februar) bei Hubzilla gehostet, da brauchte es nur noch etwas Feinschliff, um den Umstieg wirklich meistern zu können.
Die neue DDP (Hubzilla-DDP)
Für Euch, also für meine Leser, ändert sich eigentlich nichts. Ok, die Optik ist ein wenig anders, aber das gab es bei WordPress ja auch ab und an, wenn ich mal das Theme gewechselt habe.
Die Landing-Page ist wieder die Blog-Seite, auf der jeweils einige aktuelle Artikel angezeigt werden, und die unten eine Navigation zu älteren bzw. neueren Artikeln hat.

Lässt man sich einen einzelnen Artikel anzeigen, so wird natürlich nur dieser angezeigt.

Neu hinzugekommen ist die Kanalseite. Hier wird der aktuelle Fediverse-Stream der Dampfdruck-Presse angezeigt, wo ich auch immer auf neue Artikel verweise, sobald ich sie veröffentlicht habe. Diesem Stream kann man auch mit einem RSS-Reader folgen und man wird immer aktuell informiert, sobald sich in der DDP etwas tut.

Über das obere Navigationsmenü gelangt man z.B. auch zu meinen Serien, wie z.B. das Koffein-Experiment oder der Tabakextrakt.

Unter dem Menüpunkt „Wissenswertes“ gelangt man zum aktuelle Liquidsteuer-Spickzettel.

Unter „Mehr…“ gelangt man zu der Link-Übersicht, die inzwischen ja auch bei WordPress aus der Seitenleiste auf eine eigene Seite verschoben wurde.

In der rechten Seitenleiste gibt es Verweise zum Impressum, zur Datenschutzerklärung, zum Kontaktformular und zu den Downloads.

Schließlich gibt es – ebenfalls neu dazugekommen – eine Profilseite mit den wichtigsten Infos zu mir und der DDP.

In der neuen Dampfdruck-Presse zu navigieren und das zu finden, was man sucht, sollte also absolut kein Problem sein.
Der Übergang
Trotzdem wird es einen längeren (sehr langen vermutlich) Übergangs-Zeitraum geben. Aktuell (ohne diesen Artikel) gibt es 1.077 Artikel in der DDP. Das sind nicht wenige… und sie lassen sich nicht einfach per Klick in das andere CMS übertragen.
Bis jetzt sind alle Beiträge seit dem 29. Januar 2025 (Pfrunzlers Weekly KW 4/25) übertragen (insgesamt 70).
Die Serien und Ratgeber (Koffein, Fasern, Tabak- und andere Extrakte, Hardware, Selbstwickeln, Selbstmischen, Aromen, Keulkulator, Liquidsteuer-Spickzettel) sind bereits komplett übernommen.
Ich arbeite derzeit an einer praktikablen Lösung für den Import von WordPress-Artikeln nach Hubzilla. Das kann aber noch eine ganze Weile dauern, bis die Skripte fertig sind und die Verfahrensweise ausgearbeitet ist. Das ist dann aber auch neuer Stoff für mein o.g. Buch und kann auch anderen helfen, ihre WordPress-Blogs auf Hubzilla zu migrieren.
Bis das fertig ist, werde ich wohl ab und an ältere Artikel „zu Fuß“ übertragen. Aber… es gibt auch keinen Grund zur Sorge. Die bisherige DDP wird, bis nicht absolut alles übertragen ist, als Archiv bestehen bleiben und in der neuen DDP auch über den Link „Archiv“ in der Navigationsleiste oben erreichbar sein. Es bleiben also alle Inhalte vorhanden.
Ab dem 1. Januar 2026 wird aber das alte Blog stillgelegt. Bedeutet: Die WordPress-DDP wird zum echten Archiv und es werden dort keine Artikel mehr neu veröffentlicht.
Ab dann spielt sich alles in der Hubzilla-DDP ab.
Die neue DDP wird dann unter https://dampfdruck-presse.hu (wie bisher) erreichbar sein, das Archiv über das Menü dort oder direkt unter https://dampfdruck-presse.de.
Und was ist mit Kommentaren?
Anderes System, andere Art des Kommentierens! Während bei WordPress erstmal grundsätzlich jeder, der irgendwie ins Internet kommt, kommentieren kann, gibt es bei der neuen DDP einige wenige Einschränkungen.
Am einfachsten ist es für diejenigen, die selbst schon am Fediverse teilnehmen (was ich ohnehin jedem wärmsten empfehlen würde). Wer aus seinem Fediverse-Account (Kanal) heraus kommentieren möchte, der kann das ganz einfach tun.
Die meisten werden wohl schon von Mastodon gehört haben…oder womöglich sogar selbst einen Account bei einer Mastodon-Instanz haben. Und wer dann die DDP verfolgen möchte, „folgt“ dann einfach der DDP im Fediverse (
@dampfdruckpresse@hub.hubzilla.hu). Sobald ich einen neuen Artikel veröffentliche, landet der dann auch in der Timeline des Nutzers. Und er kann bei Mastodon dann ganz einfach antworten, wie er es auch mit anderen Postings tut.

Selbstverständlich funktioniert das auch, wenn man einen Hubzilla-Account hat.


Oder einen Friendica-Account…


Und bei den meisten anderen Fediverse-Diensten klappt das ebenso.
Meinen treuesten Lesern und Kommentatoren mache ich hier auch noch ein extra Angebot. Ich erzeuge einen Link mit Token zur neuen DDP, mit welchem sie auch ohne Fediverse-Account kommentieren können. Aber bei denen melde ich mich noch…

Was wird?
Die Dampfdruck-Presse wird also auch weiter bestehen und neue Artikel bekommen. Im Endeffekt ändert sich für die Leser beinahe gar nichts, abgesehen von einer etwas anderen Optik. Sie bekommt halt nur einen Austauschmotor.
Fediverse?
Nun war hier mehrfach die Rede vom „Fediverse“. Den Begriff hört und liest man ab und an, aber was ist denn nun „dieses Fediverse“?
Das Fediverse ist eine Art Soziales Netzwerk mit nahezu unbegrenzten Möglichkeiten.
Der Boom der Sozialen Netzwerke begann mit der Einführung von Facebook im Februar 2004. Es gab zwar schon vorher Netzwerke mit ähnlicher Funktion, aber Facebook hat damals Maßstäbe gesetzt. 2005 kam Reddit dazu, dessen Hauptfunktion aber weniger die Community-Bildung oder der beliebige Dialog von Nutzern ist, sondern vielmehr im Teilen, bewerten und Kommentieren von Internet-Links liegt. Auch YouTube, welches Anfang 2005 an den Start ging, kann man zu den Sozialen Netzwerken zählen, da es Kommentare, Teilen und das Folgen kennt und bietet. Eigentlich ist es aber eine reine Video-Sharing Plattform.
Im April 2006 ging dann Twitter (heute X) an den Start und bezeichnete sich selbst als Microblogging-Dienst. Es lebt von kurzen Nachrichten, Kommentaren oder dem Teilen von Links, Bildern und Kurzvideos. Und dann, am 18. Mai 2008 gab es das erste Posting im Fediverse, welches sich von den bisher vorhandenen Diensten damals schon in der Philosophie unterschied.
2010 kam Instagram als Soziales Netzwerk für das Bilder-Sharing (inzwischen eher zu einem Influencer-Space verkommen) und im Juni 2011 Google+ als direkte Konkurrenz zu Facebook. Und es war grundsätzlich wesentlich besser konzipiert, was es auch beliebt und erfolgreich machte (leider hat Google es im Jahr 2019 wieder eingestellt). Etliche Funktionen, die es so beliebt gemacht haben, finden sich in verschiedenen Fediverse-Diensten heute wieder.
Der jüngste Spross der kommerziellen Sozialen Netzwerken ist Tik Tok, das 2016 eingeführt wurde und dem Teilen von Kurzvideos dient.
All diesen Diensten (außer das Fediverse) ist gemein, dass sie auf einzelnen Servern von einzelnen Firmen betrieben werden, die davon leben, die Daten der Nutzer zu sammeln und z.B. bei der Werbewirtschaft damit Umsatz zu generieren. Dafür werden die Aktionen der Nutzer (auch außerhalb des Dienstes mittels Tracking) im Internet ausgewertet und diese auch zu bestimmten Verhalten bewegt, indem z.B. die Timeline durch undurchsichtige Algorithmen auf neue Inhalte aufmerksam gemacht werden, die anhand ihres gesammelten Profils womöglich interessant sein könnten.
Das größte Manko ist aber, dass diese Dienste nicht miteinander interagieren können. Wer einen Facebook-Account hat, kann keinem Nutzer von X folgen. und umgekehrt geht das auch nicht. Das ist bei allen kommerziellen Diensten so.
Das Fediverse hingegen, funktioniert unter diesen beiden Aspekten vollkommen anders. Es gibt nicht einen Server, der von einer Person oder Firma betrieben wird, sondern zigtausende Server (derzeit über 40.000) auf der ganzen Welt, die auch noch mit verschiedenen Server-Anwendungen betrieben werden. Und trotzdem verhält es sich wie ein zusammengehöriges Netzwerk. Es handelt sich um ein dezentrales Netzwerk. Fällt ein Server aus, bleibt das Netzwerk bestehen, aktiv und funktional. Und es ist völlig egal, welche Software nun auf dem Server läuft, bei dem man einen Account hat, man kann mit allen anderen interagieren.
Die bekannteste Software ist Mastodon. Dabei handelt es sich um einen Microblogging-Dienst, der halbwegs mit Twitter/X vergleichbar ist. Und es gibt z.B. Friendica oder Hubzilla, die am ehesten den Fähigkeiten von Facebook (oder Google+) nahekommen. Will man Videos teilen, kann man statt YouTube einfach Peertube nutzen und wer Bilder wie bei Instagram sharen möchte, wählt einen Server mit der Software Pixelfed. Sogar eine Entsprechung für Tik Tok gibt es inzwischen mit der Software Loops.
Aber völlig egal, welche Plattform man für sich selbst wählt, man kann jedem anderen Nutzer, unabhängig davon, auf welcher Plattform er unterwegs ist, folgen und dieser kann einem selbst auch folgen. Die Interaktion ist im Rahmen der Fähigkeiten der jeweiligen Software ganz normal möglich.
Die Fediverse-Software meiner Wahl ist Hubzilla, das ich schon seit neun Jahren nutze und mit der ich selbst Server (Instanzen genannt, bei Hubzilla heißen sie „Hubs“) betreibe. Seit über einem Jahr bin ich auch Mitglied bei der Hubzilla Association und ich arbeite im Rahmen meiner Möglichkeiten und Fähigkeiten am Projekt mit (Schwerpunkt Dokumentation).
Aber es ist halt völlig egal, für welche Plattform sich jemand entscheidet… er wird Teil des Fediverse.
Neugierig geworden? Lust es einmal auszuprobieren (Ihr erkauft euch im Fediverse nicht den Dienst mit euren persönlichen Daten, Eurer Telefonnummer oder durch nervende Werbeeinblendungen)?
Hier findet Ihr Informationen dazu: Joinfediverse Wiki.
Und den Weg zur passenden Instanz könnt Ihr z.B. hier ganz schnell finden: Fediverse Observer.
Vielleicht treffen wir uns ja demnächst im Fediverse. Mich findet man dort unter
@pepecyb@hub.hubzilla.hu und die Dampfdruck-Presse unter @dampfdruckpresse@hub.hubzilla.hu.Aber: Die Dampfdruck-Presse könnt Ihr natürlich auch weiterhin ganz normal lesen, wenn Ihr keinen Fediverse-Account habt. Es erleichtert lediglich das Verfolgen neuer Inhalte und das Kommentieren.
Was es nicht alles so gibt
Zahnstocher! Wer kennt sie nicht? Es gibt sie in der Plastikdose mit kleinem Loch oben drin, wo man die Dinger aufgrund ihrer an den Enden konischen Form kaum herausgefummelt bekommt. Oder die „hygienisch einzeln verpackten“ Zahnstocher, wie sie in Gaststätten oft im Gewürzhalter angeboten werden...
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Zahnstocher!
Wer kennt sie nicht? Es gibt sie in der Plastikdose mit kleinem Loch oben drin, wo man die Dinger aufgrund ihrer an den Enden konischen Form kaum herausgefummelt bekommt. Oder die „hygienisch einzeln verpackten“ Zahnstocher, wie sie in Gaststätten oft im Gewürzhalter angeboten werden.
Sinn und Zweck ist das Reinigen der Zahnzwischenräume, insbesondere nach dem Verzehr von Speisen, die sich gerne zwischen den Hauern verklemmen.
Doch halt! Es gibt jetzt auch einen anderen Verwendungszweck. Zahnstocher für guten Geschmack im Mund und einen frischen Atem.
Kein Scherz! Keine Satire! Die gibt es. Diese „Wunderzahnstocher“ sind mit einem PG/VG-basierten Aroma versetzt und auf denen kann man dann herumkauen und dran rumlutschen. Und es gibt die halt auch mit Nikotin. Da wurde dann halt nikotinhaltiges Aroma zum Baden genutzt. Da sind dann pro Stocher so ca. zwei bis drei Milligramm Nikotin enthalten.
Sachen gibt’s…
Wer’s mag… bitte…
Nun scheinen diese Zahnstocher aber auch ihren Weg zu den Gören gefunden haben. Wundert mich auch nicht. Ist halt ne „coole“ Sache.
Und es kam, wie es kommen musste… die erste Schule (eine Realschule in München) verbietet nun Zahnstocher (generell) auf dem Schulgelände.
„Da der Konsum nikotinhaltiger Produkte für unsere Schüler selbstverständlich nicht erlaubt und gesundheitlich absolut schädlich ist, mache ich von unserem Hausrecht Gebrauch. Ab sofort ist das Mitbringen und Benutzen jeglicher Zahnstocher in der Schule untersagt“
Schulleiter / Quelle: rnd (arch)
„Eine Nikotinsucht entsteht schnell – egal, wie das Nikotin konsumiert wird. Mit dem Verbot will der Schulleiter die Kinder vor Suchterkrankungen schützen.“
Schulstadtrat / Quelle: rnd (arch)
Gut, die Einschränkung ist jetzt nicht so dramatisch. Ich könnte mich nicht erinnern, dass ich oder ein Mitschüler in meiner gesamten Schulzeit mal einen Zahnstocher dabei gehabt hätten. In der Grundschule haben im Herbst die Lehrer Zahnstocher mitgebracht, um aus gesammelten Kastanien und Eicheln „lustige Tiere“ zu basteln. Aber das war es dann auch schon mit meiner Zahnstochererfahrung in der Schule.
Allerdings… wenn man denn nun weiter spinnt…
Was wird wohl kommen, wenn ein findiger Geschäftsmann auf die Idee kommt, Sandwiches mit ein wenig Nikotin zu tränken. Werden dann auch die Pausenbrote pauschal in den Schulen verboten?
Na egal.
Aber… was es nicht alles so gibt…
Titelbild von H. Hach auf Pixabay
Was so war… #6
13.10. - 14.12.2025 Acht Wochen habe ich jetzt gesammelt, bis es sich lohnte, einen neuen Rückblick zu schreiben. Das lag auch daran, dass ich bestimmte Ereignisse in eigene Artikel verpackt habe und die natürlich nicht mehr im Rückblick ausführlich erwähnt werden. Außerdem war weiterhin eher wenig los.
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13.10. - 14.12.2025
Acht Wochen habe ich jetzt gesammelt, bis es sich lohnte, einen neuen Rückblick zu schreiben. Das lag auch daran, dass ich bestimmte Ereignisse in eigene Artikel verpackt habe und die natürlich nicht mehr im Rückblick ausführlich erwähnt werden.
Außerdem war weiterhin eher wenig los.
Der Wahnsinn greift um sich: In Italien ist es nun wohl verboten, rauchfreie Produkte „rauchfrei“ zu nennen. Zumindest wenn es um Nikotinprodukte geht. Ich wusste es noch nicht, aber scheinbar ist Nikton also quasi Rauch.
Philip Morris Italia Under Investigation for ‘Smoke-Free’ Language (arch) [tobaccoreporter]
Weil PM auch in Italien von „rauchfreier Zukunft“ und „rauchfreien Produkten“ spricht, gibt es dort nun behördliche Untersuchungen, weil ihnen „Irreführung des Verbrauchers“ vorgeworfen wird. Sobald man „rauchfrei“ sagt, verstehen es die Kunden als „harmlos“.
Na ja… das mit „harmlos“ stimmt ja auch. Nur in den Augen der ANTZ und deren willfährigen Helfern halt nicht.
Deutschland war mal auf verschiedenen Gebieten Spitzenreiter. Nun, das ist schon lange nicht mehr so. Und nun haben die Deutschen noch einen weiteren Spitzenplatz verloren… den der höchsten Liquidsteuer. In wenigen Tagen, zum 1. Januar 2026 erreicht die Liquidsteuer (vorerst) ihren Höchststand mit 32 Cent pro Milliliter. Die Iren sind da aber irrer (bitte mit beiden Händen flach auf die Schenkel klatschen… weil Wortspiel… har-har). Seit dem 1. November erheben sie 50 Cent pro Milliliter (egl, ob mit oder ohne Nikotin). Also haben wir auch hier die Führung abgeben müssen.
Ireland to Introduce Europe’s Highest Vape Tax (arch) [tobaccoreporter]
Zwei Glanzstücke hat sich Professor Glantz (Flache Hände – Schenkel! Siehe oben!) geleistet. Er hat einen Foliensatz veröffentlicht, der genau der Agenda der WHO, also der größten ANTZ-Organisation, entspricht und fantasiert, Studien eigenwillig auslegend, dass Dampfen sogar noch schädlicher wäre, als Rauchen und es deshalb auch keine Schadensminderung (THR) durch den Umstieg aufs Dampfen gäbe.
Prominent Anti-Vaping Advocate is Misrepresenting Scientific Evidence and Being Unnecessarily Divisive, Polarizing, and Disrespectful (arch) [The Rest of the Story]
Und er reagiert auch ungehalten auf Kollegen, die sich seiner Meinung nicht anschließen und unterstellt ihnen „eine aggressive Lobbykampagne der Tabakindustrie im Vorfeld von COP11“. Er bezieht sich auf Beiträge von Clive Bates und unterstellt diesem damit, für Geld im Auftrag der Tabakindustrie zu arbeiten, wenn er das Dampfen als Möglichkeit der THR bezeichnet.
Na ja, man kann auch schon mit knapp 80 Jahren dement werden…
Why is Dr. Glantz Calling a Letter from an Independent Public Health Practitioner an „Aggressive Lobbying Effort“ by the Tobacco Industry? (arch) [The Rest of the Story]
Ach ja… WHO. Auf der COP11 haben sie gesagt, dass sie über ein Budget von einer Milliarde Dollar für die Nikotinbekämpfung (um Tabak oder auch geht es ja absolut nicht mehr) verfügt, sie aber künftig neun Milliarden benötigt. Die neunfache Summe. Und wer soll das bezahlen? Na Spender und Staaten. Und wenn Staaten das bezahlen, dann bezahlen es letztlich die Steuerzahler… also wir selbst.
Der Wahnsinn kennt keine Grenzen mehr…
Opinion: WHO Wants 9x More Money to Control Tobacco. Don’t Pay! (arch) [Tobacco Reporter]
Und der Wahnsinn zeigt sich auch in der neuen offiziellen Linie der WHO: Es gibt keine Schadensminderung durch Nikotinprodukte. Es gibt gar keine Schadensminderung. Schadensminderung ist Scheiße! Das einzige, was es geben darf, ist Schadensbeseitigung. Quit or die! 2.0
World Health Organization Explicitly Rejects Harm Reduction in Tobacco Control, Endangering Millions of Lives Worldwide (arch) [The Rest of the Story]
Nachzulesen hier: Eleventh WHO FCTC Conference of the Parties: encouraging progress despite ongoing tobacco industry interference [BMJJournals]
Diese Ausgabe von Was so war... kann natürlich auch noch hier nachgelesen und kommentiert werden: DDP WordPress - Was so war... #6
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