Hört ihr die Säge sägen?
Sie sägt am Stamm des Dampfbaums. Vielleicht heißt es schon bald: „Achtung, Baum fällt!“...
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Sie sägt am Stamm des Dampfbaums. Vielleicht heißt es schon bald: „Achtung, Baum fällt!“
Kürzlich „schrub“ ich im Forum Dampf-Piraten in einem Kommentar zum letzten Artikel der Apotheken-Umschau
Und in der EU arbeitet man wohl hinter den Kulissen(!) auch an einer baldigen Neuauflage der Tabaksteuerrichtlinie (die mit den Mindeststeuersätzen) mit eklatant hohen Tabak- aber auch Liquid-Steuern.
Aufregen lohnt nicht. Können eh nix dran drehen.
Dass ich der geheim gehaltenen Pläne überhaupt gewahr wurde, verdanke ich meinen „Antennen“, die ich ins Web gerichtet habe. Aber ich bekam nix aus offiziellen Quellen, und schon gar nicht aus offiziellen Kanälen der EU reingespült, sondern eine Meldung über einen Artikel (vom 14. April) des Online-Nachrichtenportals Apollo News (bitte keine Diskussionen dazu, dass es sich – laut Wikipedia – um ein „rechtes Portal“ handelt… ich bekomme halt alles, was mit dem Thema zu tun hat, in meinen Eingang):
EU plant Tabaksteuererhöhung: Zigaretten könnten 2025 um 30 Prozent teurer werden (arch) [Apollo News]
Mit der Einleitung
Die EU-Kommission plant eine drastische Steuererhöhung auf Tabakprodukte – mit Preissprüngen von bis zu 30 Prozent schon 2025. Auch E-Zigaretten und Nikotinbeutel sollen teurer werden. Ziel: eine rauchfreie Generation bis 2040.
und im eigentlichen Artikel mit der Aussage
Laut dem EU-Entwurf sollen nicht nur klassische Zigaretten, sondern auch Tabakerhitzer, E-Zigaretten und Nikotinbeutel stärker besteuert werden. Letztere sind in Deutschland bislang zwar nicht erhältlich, werden aber in anderen EU-Ländern bereits verkauft – bisher oft mit niedriger oder gar keiner Besteuerung. Die Reform würde diese Produkte künftig deutlich teurer machen.
Also bin ich „losgegangen“, um „zu Fuß“ irgendwelche Informationen im Netz dazu zu finden. Insbesondere weil dieser Artikel die einzige Quelle war, was mich zunächst an der Seriosität ein wenig zweifeln ließ.
Es war nahezu nix zu finden, bis auf ein paar Fetzen her und da, dass man am 16. April eine Sitzung plant, um über die Revision der Tabaksteuerdirektive zu sprechen.
Das hat bei mir den Verdacht gefestigt, dass da – schön im Geheimen, ohne die Öffentlichkeit zu „verunsichern“ – etwas im Busch ist.
Die ExRaucher-IG gibt es nun schon seit einigen Jahren nicht mehr. Und ich habe seinerzeit dann auch die Mitgliedschaft bei den ETHRA gecancelt (eine nicht existente Orga kann ja da kein Mitglied sein… wobei… die IG-ED steht da noch drin… egal). Mir wurde aber angeboten und ans Herz gelegt, in der Google-Gruppe der ETHRA und im Mailverteiler zu verbleiben, um eventuell als Einzelperson mal hier und da mitzuwirken (vor allem durch das Streuen der Informationen auch im deutschsprachigen Raum). Und so bekomme ich regelmäßig von dort auch weiterhin aktuelle Informationen.
Gestern kam da nun eine Mail rein, in welcher ein schnell (aber gut) verfasster Brief an die Kommission vorgestellt wurde… zu genau dem Thema. Die ETHRA haben ja ganz gute Drähte und scheinen die Information über das Meeting auch zu haben. Der Brief ist knackig, seriös, fundiert und inhaltlich echt top.
Er endet mit
In Anbetracht all dessen fordern wir die Kommission auf, die wissenschaftlichen Erkenntnisse über E-Zigaretten und andere risikoarme Alternativen zum Rauchen zu prüfen, und wir bitten Sie eindringlich, keine steuerlichen Maßnahmen zu fördern, die die Zukunft dieser neuen Technologien in der Europäischen Union gefährden könnten.
Gestern schrieb dann auch Steamshots etwas zu dem Thema … mit der Aussage, es würde heute eine „Entscheidung getroffen“:
Der Tag der Wahrheit: Morgen entscheidet die EU über die Zukunft des Dampfens (arch)
Na ja… ganz so isses nicht. Da wird jetzt kein Beschluss gefasst, aber es soll eine Beschlussfassung auf den Weg gebracht werden.
Dass das alles ohne jegliche öffentliche Beteiligung und ohne jegliche Information der Öffentlichkeit (in einer Demokratie also der Souverän) stattfindet, mag skandalös anmuten, entspricht aber exakt der Arbeitsweise der EU. So funktioniert sie. Der Bürger ist eh nur lästig.
Jedenfalls scheint man da jetzt Ernst zu machen und die Direktive zeitnah überarbeiten zu wollen. Auch mit der Regelung der Besteuerung von Liquids.
Wenn bisher über diese Direktive in der Szene diskutiert wurde, musste ich öfter einmal hoffnungsvolle Gedanken lesen. Mancher hoffte, durch die Direktive könnte die sehr hohe Besteuerung in Deutschland abgemildert werden. Trugschluss!
Deshalb hier noch einmal (wieder einmal): Die Tabaksteuerrichtlinie regelt einen MINDESTsteuersatz für Produkte, jedoch keinen Höchststeuersatz. Sollte also der (rein fiktive, völlig von mir aus der Luft gegriffene und nur als anschauliches Beispiel gedachte) Steuersatz von einem Eurocent pro Milligramm Nikotin festgelegt werden, so bedeutet das, dass kein EU-Mitgliedsstaat weniger Steuer erheben darf. Mehr ist aber jederzeit erlaubt… wenn also ein Land 10 Eurocent pro Milligramm Nikotin erhebt, so steht das im Einklang mit der Direktive. Und wenn ein Land, wie z.B. Deutschland überdies eine Steuer auf alle Flüssigkeiten erhebt, ist das auch kein Problem, sondern erlaubt.
Sinn und Zweck der Mindeststeuerfestlegung ist, dass es innerhalb der EU kein Land geben soll, in welchem keine oder extrem geringe Steuern erhoben werden, um ein Ausweichen der Konsumenten innerhalb des Binnenmarktes auf genau dieses Land zu verhindern.
Und… Sinn und Zweck der Steuer ist es, nicht etwa den Tabakkonsum durch diese Lenkungssteuer einzudämmen und eine „rauchfreie Generation bis 2040“ zu erreichen, sondern den Konsum von Nikotin einzudämmen und eine „nikotinfreie Generation bis 2040″ zu erzwingen. Es geht also nicht um die „Volksgesundheit“, sondern um das Durchsetzen des heiligen Gebotes der ANTZ: „Du sollst kein Nikotin konsumieren!“ Es geht darum, eigentlich theoretisch freien, selbständigen, erwachsenen und eigenverantwortlichen Menschen den Konsum eines Genussmittels abzuerziehen.
Und wisst Ihr was?
Das kommt!
Und die Mindeststeuer wird nicht niedrig ausfallen.
Damit sich der Widerstand in der Öffentlichkeit bezüglich der Steuer auf Liquids in Grenzen hält, wird zurzeit die Propagandamühle angeworfen und mal liest überall, wie schädlich das Dampfen doch sei. Und als Sahnehäubchen dann obendrauf noch der Schutz der „Kinderlein“, also der Minderjährigen… obwohl es in der Hinsicht gar kein wirkliches Problem gibt (die laut DEBRA 1,5% dampfenden Minderjährigen sind echt kein wirkliches Problem… vor allem, wenn man bedenkt, dass 10-15% dieser Altersgruppe regelmäßig Alkohol konsumiert… keinen „E-Alkohol, der harmlos ist“, sondern den richtigen Stoff).
Die Säge sägt also fleißig weiter… und meine Hoffnung auf ein gutes Ende schwindet (ist eh kaum noch was von übrig).
Pfrunzlers Weekly – KW 14/25
Wochenblick Kalenderwoche 14/2025
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Wissenschaftler appellieren auf Fachkonferenz an die Bundesregierung, den Kampf gegen den Tabak ernst zu nehmen: „Senkung der Raucherquote gelingt, wenn der Ausstieg über den Umstieg ermöglicht wird“ (arch) [Presseportal]
Am 26. März 2025 fand die 7. Fachtagung „Tobacco Harm Reduction – Erfolgversprechende Rauchentwöhnungsstrategien“ in der Hörsaalruine der Charité in Berlin statt. International renommierte Suchtforscher aus dem Schwerpunktbereich Harm Reduction richteten den wissenschaftlichen Blick auf die Erreichbarkeit des erklärten Ziels der Bundesregierung, bis zum Jahr 2040 nur noch eine Raucherquote von 5 % in Deutschland zu haben.
Marktanalyse Vaping: Was das Nutzerverhalten für die Zukunft der Branche bedeutet (arch) [Aktien Check]
Immer mehr Menschen greifen zur E-Zigarette – nicht nur aus gesundheitlichen Erwägungen, sondern auch, weil sich ein ganz eigener Lebensstil rund um das Dampfen entwickelt hat. Dabei ist besonders spannend zu beobachten, wie sich das Konsumverhalten im Vaping-Segment zur Marktstrategie wandelt. Was ursprünglich als Alternative zum Rauchen begann, ist heute ein Milliardenmarkt mit technischen Innovationen, wachsenden Zielgruppen und sich wandelnden Nutzungsgewohnheiten.
Vaping and Pregnancy: Science, Misinformation, and the Quest for Truth (arch) [VapingPost]
Vaping und Schwangerschaft: Wissenschaft, Fehlinformationen und die Suche nach der Wahrheit
Fehlinformationen und Voreingenommenheit in der wissenschaftlichen Forschung und in Diskussionen über die öffentliche Gesundheit können schwerwiegende Folgen haben, insbesondere wenn es um Themen wie das Dampfen während der Schwangerschaft geht. Studien, die unvollständige oder irreführende Daten präsentieren, können zu unnötiger Angst und Verwirrung beitragen und Menschen davon abhalten, fundierte Entscheidungen zu treffen. Im Falle des Dampfens können übertriebene Behauptungen über die Exposition gegenüber Chemikalien und fehlerhafte Interpretationen statistischer Ergebnisse legitime Strategien zur Schadensminderung untergraben. Die Gesundheitspolitik sollte auf objektiven, gut kontextualisierten Erkenntnissen und nicht auf alarmierenden Berichten basieren.
ETHRA March news roundup (arch) [ETHRA]
ETHRA-Nachrichtenübersicht vom März
ETHRA-Nachrichtenübersicht: SCOHRE-Webinar – Brief der Niederlande an die Kommission – Richtlinie über die Tabakverbrauchsteuer – Spanische Petition – Städtische Mythen über Nikotin – Öl ins Feuer gießen – Interview mit Prof. Siegel – Bulgarien rudert zurück – Länder-Updates.
Hat mit Dampfen nix zu tun [DDP]
Heute mal ein Ausflug in einen anderen Themenbereich, der aber hintenrum dann doch sehr wohl was mit dem Dampfen zu tun hat. Wenn in der […]
Steamshots:
Die Dampf-Welt vom 23. bis 29. März 2025: Großbritannien dreht durch, Chile klärt auf, Australien kollabiert (arch)
OWL Easy: Das benutzerfreundliche Pod-System für Einsteiger und Profis (arch)
Berlin, du Hoffnungsschimmer! Wie ein Symposium zeigt, dass die E-Zigarette Leben retten kann – wenn man sie endlich lässt (arch)
Wie Big Tobacco die E-Zigarette verrät – und warum Einweg-Vapes uns alle verlieren lassen (arch)
Die Wahrheit über JUUL2 – und warum sie Rauchern eine echte Chance gibt (arch)
Das Kartell bröckelt – Wie Robert F. Kennedy Jr. die FDA entmachtet und der E-Zigarette neue Hoffnung schenkt (arch)
Die Dampf-Welt vom 30. März bis 5. April 2025: Gerichtsurteile, politische Blockaden und der ewige Krieg um Aromen (arch)
Das BfR mal wieder…
Das BfR hat seine FAQ (mit den herrlichen Titel „E-Zigaretten – Alles andere als harmlos“) zum Pfrunzeln mal wieder aktualisiert. Isses besser geworden? Nein!
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Das BfR hat seine FAQ (mit den herrlichen Titel „E-Zigaretten – Alles andere als harmlos“) zum Pfrunzeln mal wieder aktualisiert. Isses besser geworden? Nein! Schon bei der ersten Frage/Antwort schlägt der Fake-News-Hammer… indem sie behaupten, Pfrunzeln seien eine Weiterentwicklung medizinischer Nikotin-Inhalatoren (diese nutzlosen Sprühdinger, die es vor allem von „Nokolotte“ gibt).
Ich möchte mal sagen, dass locker 70% der Informationen in den FAQ Bullshit sind… Falschbehauptungen, bewusste Lügen oder Lügen durch Weglassen von Informationen… und manipulative Ausführungen.
Gestolpert bin ich darüber im Fediverse. Und da hab ich auch mal kurz kommentiert.
Bin mal gespannt, ob die da nicht nur ihren Dreck in die Öffentlichkeit streuen, sondern auch mal mitlesen…
Hier isses (https://social.bund.de/@bfr/114302289381487855:

Ich möchte mal sagen, dass locker 70% der Informationen in den FAQ Bullshit sind… Falschbehauptungen, bewusste Lügen oder Lügen durch Weglassen von Informationen… und manipulative Ausführungen.
Gestolpert bin ich darüber im Fediverse. Und da hab ich auch mal kurz kommentiert.
Bin mal gespannt, ob die da nicht nur ihren Dreck in die Öffentlichkeit streuen, sondern auch mal mitlesen…
Hier isses (https://social.bund.de/@bfr/114302289381487855:

Pfrunzlers Weekly – KW 15/25
Wochenblick Kalenderwoche 15/2025
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MAGERE Woche!
Campaign for Tobacco-Free Kids Falsely Claims that Vaping is „Tobacco Use“ (arch) [The Rest of the Story]
Die Kampagne für tabakfreie Kinder behauptet fälschlicherweise, dass Vaping „Tabakkonsum“ sei
In ihrem Programm „Take Down Tobacco“ beklagt die Kampagne für tabakfreie Kinder die Tatsache, dass die Tabakindustrie durch den Verkauf von aromatisierten Vapes Jugendliche süchtig macht und die Fortschritte bei der Reduzierung des Tabakkonsums zunichte macht.
Censored Voices, Ignored Science: The Fight for Evidence-Based Tobacco Harm Reduction (arch) [VapingPost]
Zensierte Stimmen, ignorierte Wissenschaft: Der Kampf für eine evidenzbasierte Reduzierung der Tabakschäden
Die bevorstehende COP11-Konferenz wird als entscheidender Moment für die Stärkung der nationalen Souveränität bei der Tabakkontrolle angesehen. Die Mitgliedstaaten des Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (FCTC) werden aufgefordert, sich gegen externen Druck zu wehren und Richtlinien zu verabschieden, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
The Evolving EU Regulatory Landscape (arch) [Planet of the Vapes]
Die sich entwickelnde EU-Regulierungslandschaft
Die International Association on Smoking Control & Harm Reduction hielt ein Webinar ab, um die sich entwickelnde Regulierungslandschaft in der Europäischen Union zu thematisieren.
Das BfR mal wieder… [DDP]
Das BfR hat seine FAQ (mit den herrlichen Titel „E-Zigaretten – Alles andere als harmlos“) zum Pfrunzeln mal wieder aktualisiert. Isses besser geworden? Nein! Schon […]
Steamshots:
Verlogene Politik: Wie die EU den Schwarzmarkt erst schafft – und dann heimlich davon profitiert (arch)
Basel will Einweg-E-Zigaretten verbieten – Warum das der Schweiz gut tut und längst überfällig ist (arch)
Haben die allesamt Lack gesoffen?
In einem Artikel im Ärzteblatt wird über eine Studie (arch) berichtet, die herausgefunden haben will, dass die Aufhörquote bei Verwendung von Pfrunzeln tatsächlich schlechter ist, als die Quote ohne dieses Hilfsmittel. Und daraus wird geschlossen, dass der Umstieg aufs Dampfen kontraproduktiv ist und es eher verhindert, dass man mit dem Rauchen aufhört...
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Vorneweg: Es kann sein, dass ich Anhänger der Sozialwissenschaften oder Sozialwissenschaftler selbst (die für mich in eine Kategorie mit Wunderheilern und Leuten, die mit dem Schattenreich kommunizieren, fallen) mit meinem Text mächtig vor den Kopf stoße. Und wisst Ihr (meine Leser) was? Das ist mir scheißegal!
Nun aber zur eigentlichen Sache!
Heute erschien ein Artikel:
Raucherentwöhnung: Vaping könnte mehr Hindernis als Hilfe sein
(arch) (rdbl) [Deutsches Ärzteblatt]
Und in dem Artikel wird über eine Studie (arch) berichtet, die herausgefunden haben will, dass die Aufhörquote bei Verwendung von Pfrunzeln tatsächlich schlechter ist, als die Quote ohne dieses Hilfsmittel. Und daraus wird geschlossen, dass der Umstieg aufs Dampfen kontraproduktiv ist und es eher verhindert, dass man mit dem Rauchen aufhört.
Wow! Steile These! Und die widerspricht allen bisherigen Studien und vor allem den Erfahrungen von weltweit Millionen Dampfern.
Also... was wurde denn bei der Studie gemacht?
Die "Wissenschaftler" befragten eine Gruppe von knapp über sechstausend Rauchern. Einmal im Jahr 2017 und dann noch einmal im Jahr 2021.
2017 gaben 228 der Befragten an, neben dem Rauchen auch täglich zu dampfen, 715 dampften ebenfalls, aber halt nicht täglich.
2021 ergab sich nun das Bild, dass von denjenigen, die täglich dampften, inzwischen 20,9 % abstinent, also Nichtraucher geworden waren. 12,6 % der Raucher, die nicht täglich gedampft haben, waren abstinent und 14,3 % der Raucher, die gar nicht dampften, hatten den Absprung geschafft.
Das ist nun aber ein Beleg dafür, dass das Dampfen tatsächlich eine sehr effektive Methode ist, um vom Rauchen wegzukommen. Nach diesen Zahlen ist es ein erfolgversprechender Ansatz, durch täglichen Pfrunzel-Konsum das Rauchen zu entwöhnen... effektiver als nicht zu dampfen.
Dass die "Gelegenheitsdampfer" schlechter abschneiden, ist eigentlich auch ganz logisch. Das sporadische Dampfen spricht eher dafür, dass kein Entwöhnungswille oder Entwöhnungsgedanke vorhanden ist, oder dieser keine hohe Priorität hat. Dieses Verhalten spricht eher dafür, das Dampfen als Genussmittel-Ergänzung oder als Mittel zur Umgehung von Rauchverboten zu nutzen.
So... und damit wäre die Sache gegessen, es gäbe eine weitere Studie, die das Dampfen als wirkungsvolle Methode zur Tabakentwöhnung zeigt und der Titel des Artikels im Ärzteblatt hätte lauten müssen: "Vaping ist eine Hilfe bei der Raucherentwöhnung".
STOP! So geht das nicht! Offenbar sollte bei der Studie genau das Gegenteil herauskommen. Und nun DAS! Scheiß Zahlen! Das wollten sie wohl so nicht.
Und nun?
Damit vergnatzt man doch die Hintermänner, die eine negative Studie bestellt hatten.
Da muss man doch was machen!
Nun, da holt man sich Rat bei den Budenzauberern von den Sozial"wissenschaften".
Und die zaubern - schwupps, von einem Gummiband im Ärmel in die Hand katapultiert - die Karte mit der Aufschrift "Propensity score matching" hervor.
Mit diesem Werkzeug lassen sich alle Zahlen so verdrehen, dass sie das gewünschte Ergebnis liefern.
Ich habe mir dieses Konzept mal angeschaut. Bitte seid mir nicht böse, wenn ich da nicht wirklich detailliert drauf eingehe. Wer genau wissen möchte, welcher billige Taschenspielertrick hier als vermeintlich wissenschaftliche Methode angepriesen wird, und welche vermeintlichen Probleme bei repräsentativen Erhebungen damit behoben werden sollen, der möge sich intensiv selbst in das Thema einlesen.
Mich - als Anhänger des naturwissenschaftlichen Denkens und Arbeitens - hat es etliche Male echt geschüttelt.
Nur ganz kurz umrissen: Es geht um eine SCHÄTZUNGSmethode für Kausaleffekte. Man stellte fest, dass man bei einem einzelnen Individuum ja nicht feststellen kann, wie es einmal mit dem zu untersuchenden Moment und einmal ohne das zu untersuchende Moment läuft. Es geht nur entweder - oder.
Im Fall hier kann man nicht sagen, was aus dem Raucher, der täglich gedampft hat, denn geworden wäre, wenn er eben nicht täglich gedampft hätte.
Ja. So isses halt. Beobachtungsstudien sind nunmal so. Deshalb, genau DESHALB versucht man möglichst repräsentative Gruppen zu finden und die noch möglichst groß, um diesen Effekt durch quantitativen Ausgleich zu minimieren.
Nun... die Sozial"wissenschaftler" haben dafür eine andere Methode. Sie nehmen zu jedem Teilnehmer ein ausgedachtes Pendant mit anderen Voraussetzungen (hier wäre es also ein Nicht-Dampfer) und SCHÄTZT, was denn dabei herausgekommen wäre. Dafür werden recht dubiose Wege gewählt... und im Endeffekt kann man die Formel so manipulieren, dass genau das herauskommt, was man sich vorher gewünscht hat.
Die ganze Sache ist in meinen Augen derart unwissenschaftlich, dass es genau zu den Sozial"wissenschaften" passt. Wie die Faust auf Auge! Ich mach' mir die Welt widdewidde wie sie mir gefällt...
Und das vermeintlich seriöse Ärzteblatt nimmt nun diesen Budenzauber als wissenschaftliche Erkenntnis an, und meint, dass das Dampfen beim Rauchstopp hindert.
Und es gibt inzwischen genügend Idioten, die solch einen Schwachsinn nicht hinterfragen und den Bullshit als Wahrheit annehmen. Fehlt nur noch die Aussage, dass sich die Wissenschaft in diesem Punkt "einig" sei (eine absolut wissenschaftsfeindliche Aussage).
Die haben doch echt alle Lack gesoffen, oder?
Vermeintlich wissenschaftliche Beweise mit dem Schätzeisen... traurig...
Hat mit Dampfen nix zu tun
Heute mal ein Ausflug in einen anderen Themenbereich, der aber hintenrum dann doch sehr wohl was mit dem Dampfen zu tun hat...
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Heute mal ein Ausflug in einen anderen Themenbereich, der aber hintenrum dann doch sehr wohl was mit dem Dampfen zu tun hat.
Wenn in der Presse und den Medien über das Dampfen berichtet wird, kommt es in der Regel nicht gut weg. Sehr gerne bedient man sich auch des Framings gleich beim Beitragstitel oder Untertitel.
Dann ist es sogar egal, ob letztlich innerhalb des Beitrags die steile These aus dem Titel relativiert oder gar widerlegt wird. Hängen bleibt der Titel. Viel mehr wird ohnehin nicht gelesen. Die Leser werden „konditioniert“.
Auf diese Weise wird die öffentliche Meinung zum Thema Dampfen gesteuert… und jeder hat es sicher schon einmal erlebt, wenn einem dann – oft sogar ungefragt – von Menschen erzählt wird, was man denn da für ein schädliches Zeug konsumiere.
Dagegen kommen wir nicht an.
Solche miesen Tricks fallen einem natürlich auch nur in den Bereichen auf, mit denen man sich selbst befasst und/oder befasst hat. Beim Dampfen kann uns so schnell keiner mehr verarschen.
Irgendwann, wenn man über die Sache mal etwas nachdenkt, kommt einem aber der Gedanke: Wenn die uns in der Sache so bescheißen und wenn sie die öffentliche Meinung solchermaßen in diesem Bereich manipulieren… wie sieht es denn dann bei anderen Themengebieten aus, mit denen wir uns nicht so genau auskennen? Reicht es, immer nur die Überschriften zu konsumieren? Vor allem bei Themen, in denen wir nicht so drin stecken. Wie leicht lassen wir uns auf diese Weise „konditionieren“. Wie leicht bilden wir uns eine Meinung, ohne die Details zu kennen? Und darf man solche manipulativen Praktiken Lüge nennen?
Die wichtigste Frage, die sich stellt, ist: Wie können wir uns gegen solche Manipulation schützen?
Nun… das macht Mühe. Zunächst einmal müssen wir bewusster mit Meldungen umgehen und uns immer fragen, inwieweit uns eine bestimmte Meinung triggert. Bei Themen, die einem so völlig am Arsch vorbeigehen, bleibt eine „Erregung“ in der Regel aus. Solche Meldungen werden wahrgenommen und im Hirn aussortiert und in eine Schublade ungenutzter Informationen gesteckt. Dabei darf man sich nicht vormachen, dass diese Infos ohne Wirkung bleiben. Im Hinterkopf können sie schon Wirkung erzeugen. Aber wir können uns nicht mit jeder Information intensiv befassen. Das geht nicht.
Wenn wir aber wegen einer Meldung eine Reaktion bei uns feststellen, müssen wir uns kurz fragen, ob das für uns von Belang ist. Kann die Meldung unsere Meinung klar prägen oder nehmen wir es als gegeben hin, verwerfen es aber bewusst, weil es uns trotzdem nicht weiter interessiert?
Was dann – abzüglich der zu verwerfenden Infos – übrig bleibt, mach leider etwas Mühe. Denn dann ist es erforderlich, nicht nur die Überschrift zu lesen, sondern am besten den gesamten Beitrag. Und wenn darin der Überschrift letztlich nicht widersprochen wird, aber trotzdem ein „komisches Gefühl“ entsteht, dann muss man halt selbst ein wenig recherchieren. Ist ja heute einfacher geworden, weil es zahlreiche Suchmaschinen und auch KD (Künstliche Dummheit) gibt. Auf diese Weise kann man sich eine ungefähre Meinung bilden und plappert nicht wie ein Papagei alles nach, was man mal in einer Titelzeile aufgeschnappt hat.
So, Pepe… WAS hat Dich denn so „getriggert“, dass Du uns hier dermaßen belehrst?
Ok, ok… dann kommt jetzt das, was nichts mit dem Dampfen zu tun hat:
Heute las ich folgende Schlagzeile:
Studie entdeckt neue Nebenwirkungen bei Ibuprofen (arch) [Frankfurter Rundschau]
Uuups! Na sowas! Ich nehme zwar sehr selten Schmerzmittel… echt nur, wenn es nicht anders geht. Dann aber nehme ich bevorzugt Ibuprofen, weil dieses Mittel als relativ unbedenklich gilt und bei mir wirklich am besten anschlägt.
Und nun haben sie neue Nebenwirkungen entdeckt. Scheiße! Muss ich meine Schmerzmittel-Präferenz für die Zukunft womöglich ändern?
Nebenwirkungen! Das ist ja nun ein tatsächlich negativ belegter Begriff. Das bedeutet nicht einfach nur „andere Wirkungen“, die ja durchaus auch positiv sein könnten. Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen.
Wikipedia dazu:
Eine Nebenwirkung (NW) ist eine neben der beabsichtigten Wirkung eines Arzneimittels auftretende unerwünschte und schädliche Wirkung. Daneben wird der Begriff unerwünschte Arzneimittelwirkung (UAW), kurz auch nur unerwünschte Wirkung, verwendet. Manchmal werden die unerwünschten Arzneimittelwirkungen auch als Schadwirkung oder als Störwirkung bezeichnet.
Oder…
DocCheck Flexikon:
Nebenwirkungen, kurz NW, sind weitere, in der Regel unerwünschte Wirkungen einer Therapie. Meist bezeichnet der Begriff unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW), die zusätzlich zu der/den gewünschten Hauptwirkung/en auftreten. Die Nebenwirkungen bestimmen das Nebenwirkungsprofil eines Arzneistoffs und damit seine Verträglichkeit.
Klingt echt nicht gut. Die Überschrift alleine suggeriert, dass bei Ibuprofen „unerwünschte“ womöglich sogar „schädliche“ Wirkungen festgestellt wurden. Also besser die Finger davon lassen, selbst wenn die Birne vor Kopfschmerzen beinahe platzt.
Das war nun also so eine Meldung, die mich persönlich getriggert hat. Und wenn ich den Artikel nicht gelesen hätte, hätte die Meldung dazu führen können, dass ich künftig Vorbehalte gegen Ibuprofen hätte und womöglich nach Alternativen suchen würde.
Allerdings lassen Studien vermuten, dass eine langfristige Einnahme von Ibuprofen gleichzeitig das Risiko für verschiedene Erkrankungen wie Darmkrebs, Demenz und Diabetes verringert.
… könnte der Wirkstoff in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Stoffwechselerkrankungen, insbesondere von Diabetes, spielen.
SO! KOMMANDO ZURÜCK!
Es geht nicht um (negative) Nebenwirkungen, sondern um positive Wirkmechanismen des Medikaments.
Und jetzt mal deutlich: Was seid Ihr eigentlich für Arschlöcher, die Ihr solche Überschriften wählt? Reichen die kognitiven Fähigkeiten nicht aus, um zu erfassen, dass „Nebenwirkungen“ ein negativ belegter Begriff ist, der unerwünschte und schädliche Wirkungen beschreibt? Dann ist „Journalist“ der falsche Beruf! Oder war es Absicht? Aber wieso? Verträgt die Autorin Ibu nicht und wollte dem Medikament bei der Wahl der Schlagzeile eins mitgeben? Oder gibt es da Interessengruppen, die Ibu gerne in schlechtem Licht sehen wollen und die irgendwie Einfluss auf die Berichterstattung nehmen?
Nun… in diesem Fall war es wirklich einfach. Denn das Lesen des kurzen Artikels machte schnell klar, dass es um positive, durchaus erwünschte Wirkungen geht.
Oft ist es aber nicht so klar. Und deshalb muss man heute wirklich ein wenig recherchieren, ob nicht sogar der gesamte Artikel Framing ist. Macht etwas Arbeit, bewahrt einen aber davor, ungewollt manipuliert zu werden.
Lasst Euch einfach nicht verarschen, lasst Euch nicht manipulieren! Nicht nur nicht beim Dampfen, sondern in allen Bereichen…
Pfrunzlers Weekly – KW 11/25
Wochenblick Kalenderwoche 11/2025
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Keinen nennenswerten Atemwegsprobleme durch E-Zigaretten bei Nichtrauchern (arch) [VdeH]
In vielen Ländern geht der Trend beim Nikotinkonsum weg von herkömmlichen, brennbaren Zigaretten hin zu E-Zigaretten. Um deren Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit realistisch einzuschätzen, müssen sowohl potenzielle Vorteile – etwa als Hilfsmittel zur Raucherentwöhnung – als auch mögliche Risiken, insbesondere langfristige Gesundheitsschäden, berücksichtigt werden.
The EU Ignores Harm Reduction Success as It Moves to Restrict Vaping and Nicotine Pouches (arch) [VapingPost]
Die EU ignoriert Erfolge bei der Schadensminimierung, während sie E-Zigaretten und Nikotinbeutel einschränkt
THR-Gruppen und Experten stellen die von der EU und einzelnen Mitgliedstaaten vorgeschlagenen Beschränkungen für E-Zigaretten und Nikotinbeutel in Frage und warnen davor, dass sie die Schadensminimierung untergraben und Raucher zurück zu Zigaretten oder illegalen Märkten drängen.
Görke, Django und Ballerliquids – Drogen in Vapes (arch) [BVRA]
Seit einiger Zeit machen Schlagzeilen die Runde, in denen von massiven Problemen mit synthetischen Cannabinoiden die Rede ist. Wir haben die Suchttherapeutin Stefanie Bötsch gefragt, ob sie diese Problematik für uns näher erläutern kann, da sie sich bereits sehr intensiv damit beschäftigt hat. In ihrem wissenschaftlichen Podcast Psychoaktiv hat sie dieses Problem bereits in zwei Folgen aufgegriffen. Hier ist ihr Gastartikel, gefolgt von unserer eigenen Einschätzung zur Sachlage.
Positive Swiss Flavour Study (arch) [Planet of the Vapes]
Positive Studie über Schweizer Aromen
Schweizer Forscher haben in der Zeitschrift „Tobacco Prevention and Cessation“ eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass E-Liquid-Aromen dazu beitragen, das Rauchen und die Menge des konsumierten Nikotins zu reduzieren.
The WHO Tobacco Treaty is Failing (arch) [Planet of the Vapes]
Der WHO-Tabakvertrag scheitert
Mit 20 Jahren scheitert der WHO-Tabakvertrag an denen, die ihn am dringendsten benötigen, sagt Dr. Delon Human von Smoke Free Sweden in einem Gastbeitrag für Planet of the Vapes
Die Dampf-Welt vom 2. bis 8. März 2025: Fake-News-Konter, Nikotin-Mythen und Russlands wachsende Vape-Szene (arch) [Steamshots]
illkommen zur nächsten Runde im ewigen Kampf zwischen Regulierung, Desinformation und wissenschaftlicher Aufklärung. Diese Woche gab es einige Überraschungen: Die britische Vape-Industrie schlägt zurück und schafft eine Position gegen Fehlinformationen, während ein renommierter Forscher in den USA mit hartnäckigen Mythen über Nikotin aufräumt. Gleichzeitig boomt der russische Markt für E-Zigaretten – trotz regulatorischer Hürden. Und in Israel? Dort wird auf die altbewährte Angstkarte gesetzt.
E-Zigarette: Der heimliche Held des Rauchstopps? – Was die CDC nicht zugeben will (arch) [Steamshots]
Manchmal sind die Fakten so offensichtlich, dass man sie kaum übersehen kann – es sei denn, man tut es mit Absicht. Genau das scheint bei der aktuellen CDC-Studie zum Raucher- und Dampferverhalten der Fall zu sein. Der Zigarettenkonsum ist in den USA auf ein historisches Tief von 11,6 % gefallen. Gleichzeitig nimmt die Nutzung von E-Zigaretten zu. Wer 1 und 1 zusammenzählen kann, sieht sofort: Die E-Zigarette spielt eine Schlüsselrolle beim Rückgang des Rauchens. Doch die CDC will diesen Zusammenhang einfach nicht offiziell anerkennen.
Pfrunzlers Weekly – KW 12/25
Wochenblick Kalenderwoche 12/2025
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Uk, Einwegs und eine Reaction (arch) [Vapers Insight]
Das sehe ich schon lange anders. Ich verstehe aber auch diesen Gesichtspunkt.
Hauptsache es ballert (arch) [Vapers Insight]
Das Thema ist nicht neu.
Die Produkte sind oft „semilegal“ mit Steuermarke im Handel
EU-Tabakpolitik treibt Verbraucher in den Schwarzmarkt – Experten warnen (arch) [BfTG]
Die Europäische Kommission plant strengere Vorschriften für Tabak- und Nikotinprodukte, darunter auch E-Zigaretten. Doch Experten warnen: Statt den Konsum zu reduzieren, könnten diese Maßnahmen das Gegenteil bewirken – und den illegalen Handel ankurbeln. Besonders problematisch sind mögliche Verbote von E-Zigaretten-Aromen, da sie Verbraucher entweder zurück zur Zigarette oder in den Schwarzmarkt treiben könnten.
Steamshots:
Gefälschte Einweg-Vapes: Wenn Regulierung das Problem statt die Lösung ist (arch)
Die Dampf-Welt vom 9. bis 15. März 2025: Rekordtief bei Rauchern, Fake-News-Welle, Thailand dreht durch und Spaniens drohendes Aromenverbot (arch)
FDA feiert sich selbst: 450.000 Jugendliche „gerettet“ – vor was genau? (arch)
Nikotin und das Gehirn: Ein alter Mythos bröckelt! (arch)
Metatine™ und 6-Methylnikotin – Die neue „Nikotinfreie“ Alternative oder eine gefährliche Täuschung? (arch)
Die Wahrheit über E-Zigaretten: Wissenschaft zeigt keine negativen Auswirkungen auf die Lungenfunktion (arch)
England verliert seinen Weg – Wie Desinformation das Leben von Rauchern zerstört (arch)
Nutzlose Spielereien sind kein Fortschritt im Sinne von „nächster Generation“
Ein Artikel bei Steamshots hat mich die Tage ein wenig irritiert. Da wurde ein Pod-System mit dem schönen Namen „ELFX UTRA“ besprochen...
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Dieser Artikel wurde erstmals am 29. März 2025 veröffentlicht.
Ein Meinungsbeitrag…
Ein Artikel bei Steamshots hat mich die Tage ein wenig irritiert. Da wurde ein Pod-System mit dem schönen Namen „ELFX UTRA“ besprochen. Es ist kein Review, weil es wohl noch keine Testexemplare gibt, sondern es wurden die verfügbaren Informationen und existierendes Bildmaterial zusammengetragen und Appetit auf das neue Gerät gemacht.
Das ist alles auch völlig legitim und insgesamt eine interessante Sache, die sinnvolle Informationen bietet.
Allerdings wird in dem Artikel vollmundig von einem „Next Gen Gerät“ gesprochen, von einem Fortschritt in der Technologie. Und ich frage mich am Ende des Beitrags, worin denn dieser Fortschritt tatsächlich bestehen soll.
Das Pod-Pfrunzel hat ein Display. Ok… das ist jetzt nicht neu. Und auch Touch-Displays gibt es nun schon sehr lange. Zum ersten Mal kam ich mit sowas im Zuge meiner Expedition „Back to… …the roots? …the present?“ im Jahr 2018 in Berührung. Damals hatte ich mir drei Kombis von Joyetech besorgt, weil ich seinerzeit (2011/2012) den Umstieg vom Dampfen aufs Rauchen mit dem Klassiker dieser Firma, der eGo-T, geschafft hatte. Ich wollte wissen, was sich im Bereich der Fertig-Verdampfer dieses Herstellers so getan hat. Und einer der drei Akkuträger, der Espion Solo hatte ein Touchscreen-Display. Also „neu“ oder „nächste Generation“ ist das nicht… das ist mindestens sieben Jahre alte Technik. Und dass man da dann die Leistung einstellen kann, ist jetzt auch nicht neu. Das ging schon mit der Lavatube von vor 13 Jahren.
Gut… man kann dann auch die Helligkeit des Displays und die Farben regeln und sogar ein eigenes Bild als Hintergrundbild für den Touchscreen einstellen können. Das ist modern… aber, wenn wir mal ehrlich sind, das ist nur Spielerei. Das verbessert weder die Handhabung, noch die Funktionsfähigkeit, noch die Leistungsfähigkeit, noch das Genusserlebnis.
Und ein individuelles Foto der eigenen Wüstenspringmaus auf dem Display ist auch nur scheinbare Individualisierung… oder besser unscheinbare Individualisierung. Wenn ich dampfe, hab ich den AT in der Hand. Da sieht keiner mein tolles Bild. Das ist eher sowas wie ein Abziehbild zum Draufbappen.
Individualisierung gab und gibt es schon immer. Es gibt wahnsinnig tolle Steampunk-Pfrunzeln, die wirklich ein Augenschmaus sind. Oder… wenn man ganz weit zurück geht… haben in den frühern Jahren viele Dampfer Einzelstücke aus Alltagsgegenständen gebaut. Ich erinnere mich noch an einen
Akkuträger, der aus eine leeren Fondor-Dose bestand.
Ich selbst hab ja auch mal was Individuelles aus einer Zigarettendose gebaut.
Und dann noch das „besondere Feature“, die Kopplung mit der InsaWay-App. Toll… jetzt brauche ich also noch ein Smartphone für mein Pfrunzel. Und was kann die App? Nun.. damit kann man dann z.B. die Display-Features einstellen. Oder die Kindersicherung per Passwort deaktivieren (Ist der Akku vom Smarty leer, hat es sich ausgedampft, wie?). Und man kann sich tolle Kurven anzeigen lassen, wie viel man denn so im Lauf der Zeit gedampft hat.
Hut ab. Das ist genauso sinnvoll wie ein App für die Klorolle. Muss den heute alles irgendwie mit dem mobilen Device gekoppelt sein? Worin liegt der echte Mehrwert? Über die Gefahren eines möglichen Datenabgriffs durch Dritte lasse ich mich lieber gar nicht erst aus.
„Bluetooth-Verbindung zu Freunden für Social Features (z. B. synchronisierte Lichteffekte)“ ist für mich der Gipfel der nutzlosen Features. Im Ernst? Da kann ich mich via Bluetooth mit dem Pfrunzel eines Freundes koppeln, damit unsere Dampfen im Gleichtakt und der gleichen Farbe blinken?
Bei aller Liebe zu moderner Technik… aber das ist doch echt absoluter Firlefanz.
Aber bitte… wer drauf steht… der soll es haben, wenn es das gibt. Nur: Nächste Generation ist das nicht. Nächste Generation wäre z.B. eine neue Dampferzeugungs-Technologie, ein revolutionäres Tanksystem, etc. … Etwas, was das Dampferlebins verbessert oder die Handhabung revolutioniert.
Nächste Generation wäre das System, das mal von SmokerStore entwickelt wurde und das mit Zugautomatik das Zugerlebnis aufgrund der Zugintensität anpasst. Soll ja eigentlich fertig sein… aber irgendwie habe ich seit Jahren nix mehr davon gehört. Weiß da jemand mehr? Ist das in Lizenz schon irgendwo umgesetzt worden?
Na egal.
Der Artikel ist absolut ok. Aber der Titel mit den „neuen Maßstäben beim Dampfen“ verspricht mehr, als dieses Klicki-Bunti-Podsytem letztlich liefern wird. Ein Podsystem ist ein Podsystem ist ein Podsystem… und die ELFX UTRA ist halt auch nur ein Podsystem.
Pfrunzlers Weekly – KW 13/25
Wochenblick Kalenderwoche 13/2025
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Pfrunzlers Weekly – KW 12/25
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Stellenausschreibung für Chief Vape Misinformation Officer mit Bewerberschwemme
Fehlinformationen über das Dampfen gefährden die öffentliche Gesundheit, indem sie Raucher davon abhalten, auf sicherere Alternativen umzusteigen. Von dem neuen Chief Misinformation Officer von Riot Labs wird erwartet, dass er irreführenden Darstellungen mit faktenbasierter Kommunikation entgegentritt.
Kühlstoffe in E-Zigaretten sind schlecht erforscht (arch) (pdf) [BfR]
Synthetische Kühlstoffe wie WS-23, WS-3 & WS-5 sind in #EZigaretten weit verbreitet & werden den Flüssigkeiten (Liquids) beigemischt, die beim Konsum von E-Zigaretten verdampft & inhaliert werden.
Dangers des arômes : un expert français contre-attaque face à la désinformation (arch) [VapingPost]
Gefahren von Aromen: Ein französischer Experte wehrt sich gegen Fehlinformationen
Jérémie Pourchez, Forschungsleiter am Centre ingénierie et santé in Saint-Étienne, wollte die Debatte über die Toxizität des Dampfens neu ausrichten.
Suchtdruck auf eine Zigarette – wie konnte ich den besiegen? (arch) [Jansens Pott]
Ich habe letztens berichtet, dass ich seit über einem halben Jahr keine Zigarette mehr angerührt habe. Wenn mir das vor einem Jahr jemand erzählt hätte, hätte ich lachend abgewinkt…
Steamshots:
Die Dampf-Welt vom 16. bis 22. März 2025: Von britischer Aufklärung bis taiwanesischer Zerstörungswut – Regulierung im globalen Overdrive (arch)
Australiens Kampf gegen das Dampfen: Wenn blinder Aktionismus mehr schadet als hilft (arch)
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Neue Maßstäbe beim Dampfen: Die ELFX ULTRA – ein erster Blick auf die smarte E-Zigarette der nächsten Generation (arch)
Nutzlose Spielereien sind kein Fortschritt im Sinne von „nächster Generation“ [DDP]
Ein Meinungsbeitrag… Ein Artikel bei Steamshots hat mich die Tage ein wenig irritiert. Da wurde ein Pod-System mit dem schönen Namen „ELFX UTRA“ besprochen. Es […]
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