Mir fallen in letzter Zeit so einige Fediverse-Instanzen auf, die in meiner Warteschlange hängenbleiben.
Also... es bleiben ja immer mal welche hängen. Zum Beispiel, wenn sie für eine gewisse Zeit nicht erreichbar sind oder irgendwas falsch konfiguriert ist.
Aber die meine ich gar nicht. Diejenigen, die ich meine sind erreichbar und anscheinend auch richtig konfiguriert. Aber sie haben sich Türsteher vor die Türe gestellt. Konkret: Anubis ...
Also... es bleiben ja immer mal welche hängen. Zum Beispiel, wenn sie für eine gewisse Zeit nicht erreichbar sind oder irgendwas falsch konfiguriert ist.
Aber die meine ich gar nicht. Diejenigen, die ich meine sind erreichbar und anscheinend auch richtig konfiguriert. Aber sie haben sich Türsteher vor die Türe gestellt. Konkret: Anubis ...
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Mir fallen in letzter Zeit so einige Fediverse-Instanzen auf, die in meiner Warteschlange hängenbleiben.
Also... es bleiben ja immer mal welche hängen. Zum Beispiel, wenn sie für eine gewisse Zeit nicht erreichbar sind oder irgendwas falsch konfiguriert ist.
Aber die meine ich gar nicht. Diejenigen, die ich meine sind erreichbar und anscheinend auch richtig konfiguriert. Aber sie haben sich Türsteher vor die Türe gestellt. Konkret: Anubis.
Anubis ist ein sogenanntes Web-KI-Firewall-Tool. Es dient dazu, Web-Scraper von KI-Diensten davon abzuhalten, die eigene Seite zu scrapen. Sinn und Zweck soll sein, die Seite vor massenhaften Scraping-Aktionen gleichzeitig zu schützen, die den Server dann überlasten könnten. Es wird aber kein Limit eingeführt, sondern versucht, über Challenges wirklich alle Scraper von KI-Diensten (und sicher auch anderen Diensten) komplett auszuschließen.
Eine Anfrage, welche die Challenge nicht erfüllen kann, bleibt draußen. Und das trifft offenbar auch etliche Fediverse-Dienste, wenn diese Items zustellen möchten. Das liegt daran, dass solche Instanzen oftmals keine "normalen" HTTP-Requests absenden und vor allem kein Javascript verarbeiten können. Die Challenges sind aber mit Javascript realisiert... und ohne JS schlagen sie fehl oder laufen in einen Timeout. Die Zustellung scheitert.
Wahrscheinlich sind meine Hubs und Webseiten so unwichtig, unbedeutend, unbekannt und unauffällig, dass sich die "Horden von KI-Scrapern" gar nicht zu mir verirren. Ich habe bislang jedenfalls noch keinen "Stau" durch einen Scraper-Ansturm auf meinen Servern.
Womöglich ist es aber auch eher eine abstrakte Gefahr, die auch anderen Fediverse-Diensten kaum droht... und der eigentliche Grund ist der generelle pathologische KI-Hass. Es geht also weniger um die Vermeidung von Überlastungen / Verstopfungen, als vielmehr darum, keine KI-Scraper auf der eigenen Seite zuzulassen. Eine Entscheidung, die jedem, der einen Webdienst anbietet, ja auch zusteht. Soll jeder so machen, wenn er es meint.
Problematisch wird es nur, wenn dadurch die eigentliche Funktion des Dienstes eingeschränkt oder nahezu komplett blockiert wird.
Anubis lässt sich zwar auch konfigurieren und es wäre wahrscheinlich möglich (keine Ahnung, mit wieviel Aufwand... gerade im Fediverse bekommt man ja zahlreiche Anfragen, ohne die Instanz und deren Kennung explizit vorher unbedingt zu kennen).
Es ist also anscheinend tatsächlich so, dass Fediverse-Instanzen, die sich mit Anubis "schützen", tatsächlich etliche andere Fediverse-Instanzen aussperren und damit in einer Richtung deföderieren. Vielleicht ist es den Betreibern der Instanzen ja nicht einmal bewusst. Aber sollten sie es wissen und den vermeintlichen Schutz als wichtiger bewerten, es also hinnehmen, dass ihre Instanz nicht mehr uneingeschränkt Teil des Fediverse ist, dann gehe ich entweder von Dummheit oder ideologiegetriebener Arroganz aus. Solche Instanzen landen dann künftig ganz schnell in der Liste der nicht erreichbaren Server bei meinen Hubs, damit ihre Kadaver nicht ewig in der Warteschlange vor sich hin stinken.
Lasst doch den Quatsch!
Titelbild von David Polz auf Pixabay
Ich habe mich entschlossen, den Hoster zu wechseln. Nicht, weil ich mit dem alten nicht grundsätzlich zufrieden war (immerhin habe ich acht Jahre meine Projekte dort betrieben), sondern weil ich das Gefühl hatte, dass er aus bestimmten Gründen den Service bald aufgeben würde. Und tatsächlich erhielt ich vor ein paar Tagen die Mitteilung, dass er den Dienst an einen anderen Hoster verkaufen musste.
Der neue Server läuft auch schon. YunoHost ist drauf... und erstmal nur phpMyAdmin, Webmin und snac2.
Vom Fediverse-Dienst snac bzw. snac2 hatte ich hier und da mal was aufgeschnappt, ich habe ihn mir aber nie genauer angeschaut. Bis vorgestern!
Und seit dem läuft auch meine snac2-Instanz...
Der neue Server läuft auch schon. YunoHost ist drauf... und erstmal nur phpMyAdmin, Webmin und snac2.
Vom Fediverse-Dienst snac bzw. snac2 hatte ich hier und da mal was aufgeschnappt, ich habe ihn mir aber nie genauer angeschaut. Bis vorgestern!
Und seit dem läuft auch meine snac2-Instanz...
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Ich habe mich entschlossen, den Hoster zu wechseln. Nicht, weil ich mit dem alten nicht grundsätzlich zufrieden war (immerhin habe ich acht Jahre meine Projekte dort betrieben), sondern weil ich das Gefühl hatte, dass er aus bestimmten Gründen den Service bald aufgeben würde. Und tatsächlich erhielt ich vor ein paar Tagen die Mitteilung, dass er den Dienst an einen anderen Hoster verkaufen musste.
Ich hab mir den dann mal angeschaut und muss sagen, dass er einen seriösen und soliden Eindruck macht. Ich werde auch bei dem bleiben, weil ich zumindest meine ungarischen Domains da weiter halten möchte.
Aber was ich sonst so am Laufen habe, das werde ich umziehen. Der Server für Hubzilla und einige wenige andere Anwendungen war inzwischen eh ziemlich am Ende der Kapazität angelangt und ich wollte ihn eigentlich schon aufstocken. Aber so, wie es aussieht, kann mir der neue Hoster nicht das bieten, was ich mir vorgestellt habe.
Durch Chris bin ich auf den Hoster Contabo aufmerksam geworden und habe ihn mit in meine Auswahlliste übernommen. Na... und nach Vergleichen und dem Einholen von Erfahrungen habe ich mich auch entschlossen, diesen Hoster künftig zu nutzen.
Der neue Server läuft auch schon. YunoHost ist drauf... und erstmal nur phpMyAdmin, Webmin und snac2.
Der Umzug des Hub Whoville steht jetzt erst am Osterwochenende an. Aber weil der neue Server deutlich "mehr PS unter der Haube hat", dachte ich mir: Du kannst ja mal wieder was ausprobieren.
Vom Fediverse-Dienst snac bzw. snac2 hatte ich hier und da mal was aufgeschnappt, ich habe ihn mir aber nie genauer angeschaut. Bis vorgestern!
Und seit dem läuft auch meine snac2-Instanz.

Was soll ich sagen? Ich finde snac2 ausgesprochen schnuffig. Er wird als "minimalistisch" bezeichnet. Tatsächlich bietet der Dienst aber eigentlich genau das, was man von einem grundlegenden ActivityPub-Dienst erwartet. Und er macht etliches wesentlich besser als die bekannten Platzhirsche.
snac2 bietet umfassende ActivityPub-Operationen, wie öffentliche und private Postings, Antworten/Kommentieren, Folgen, Liken, Boosten, Muten, Löschen und Verstecken, sowie Emoji-Reaktionen. Außerdem kann man Lesezeichen für Beiträge setzen. Dabei kommt es ohne Datenbank, ohne Javascript und ohne Cookies aus! Eine snac2-Instanz ist multiuser-fähig.
snac2 erlaubt umfassende Formatierung von Postings mittels Markdown, wodurch auch das Einbinden von Bildern innerhalb des Beitrags möglich ist.
Die enthaltene Weboberfläche ist recht minimalistisch, aber effektiv. Vor allem lässt sie sich durch Stylesheets sehr gut anpassen. meine Instanz habe ich von der schlichten Standard-Ansicht auf ein moderneres Layout gebracht. Man findet einige fertige Styles, kann aber, wenn man es vermag, halt auch eigene Styles erstellen und verwenden.
Man kann seine Identität mit einem Avatar und einem Banner-Bild verschönern, Profilinformationen hinzufügen und etliches konfigurieren.
Postings kann man mit einer Inhaltswarnung versehen, die Sichtbarkeit festlegen, die Sprache des Inhalts definieren. Attachments sind möglich, ebenso Umfragen. Eine terminierte Veröffentlichung ist ebenfalls machbar.
Man kann Hashtags folgen, bestimmte Hashtags blockieren und einen Inhaltsfilter definieren.


Als Admin wird die Konfiguration über das Kommandozeilen-Programm "snac" durchgeführt. Die Dokumentation dazu ist gut.
Die Installation mit YunoHost war völlig unproblematisch. Außerdem kann man über das Controlpanel etliche Dinge auch ohne das Kommandozeilen-Tool konfigurieren, was die Verwaltung bequemer macht.
Mein erster Eindruck war: Wow, ist das schnell!
Mein zweiter Eindruck war: Wow, ist das geschmeidig. Ich habe ja schon sehr viele Dienste ausprobiert, aber snac2 ist bisher einer der wenigen Dienste, die absolut keine Probleme bereitet, sich sofort und schnell mit anderen Kanälen zu verbinden.

Ich nutze es bis jetzt ja wirklich nur kurz, muss aber sagen, dass ich extrem positiv überrascht bin. Es macht einfach Spaß, wenn man einen schlichten und einfachen ActivityPub-Dienst haben möchte. Dabei sieht es nicht langweilig aus, wenn man den Standard-Style ersetzt.
Hinzu kommt, dass es die Mastodon-API umsetzt und damit mit allen Mastodon-Clienten genutzt werden kann. Egal ob Elk, Phanpy etc. oder z.B. die Desktop-App Tokodon von Plasma/KDE... es funktioniert prima.
Mir macht es auf jeden Fall Spaß. Und es scheint noch ordentlich weiterentwickelt zu werden... bin gespannt!
Ach ja... snac steht übrigens für: "Social Networks Are Crap". 😉😁
Sharing für Fediverse-Dienste, also ein "Share im Fediverse Button" ist kein ganz triviales Ding.
Das Problem besteht darin, dass das Fediverse dezentral ist...
Das Problem besteht darin, dass das Fediverse dezentral ist...
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Sharing für Fediverse-Dienste, also ein "Share im Fediverse Button" ist kein ganz triviales Ding.
Das Problem besteht darin, dass das Fediverse dezentral ist. Ein "Teile bei X", "Teile bei Facebook", etc. Button hat es leicht. Alle diese zentralisierten Dienste laufen auf einem Server bzw. sind unter einer einzigen URL erreichbar. Für "X" muss "
x.com" aufgerufen werden, für "Facebook" entsprechend "www.facebook.com" etc. Damit ist man an der richtigen (wenn man es denn so empfindet) Stelle.Es gibt aber nicht "die eine URL" für das Fediverse. Jeder, der z.B. auf eine Webseite mit einem Inhalt stößt, den er gerne im Fediverse teilen möchte, kann und wird auf einer anderen Instanz sein... und dann auch noch in der Regel bei einem anderen Fediverse-Dienst. Und jede Instanz hat eine andere URL. Der Betreiber der Webseite weiß aber nicht, welchen Dienst der Besucher verwendet. Und womöglich verwendet dieser ja sogar mehrere verschiedene Fediverse-Dienste, die natürlich unter unterschiedlichen URLs erreichbar sind. Mit welcher er den Inhalt nun teilen möchte, kann der Website-Betreiber natürlich auch nicht wissen. Dilemma!
Das ist der Grund, weshalb man fast nirgendwo einen "Teile im Fediverse Button" findet. Und es ist auch ungerecht, den Betreiber dafür zu schimpfen.
Es gibt aber eine recht gut einsetzbare Lösung dafür. Sie ist weit entfernt davon, perfekt zu sein und unterstützt derzeit auch bei weitem nicht alle Fediverse-Dienste. Aktuell werden Mastodon (inklusive Hometown, Fedibird, GlitchCafé), Misskey (inkusive Calckey/Firefish, FoundKey und Meisskey, nicht jedoch Sharkey, Iceshrimp und Iceshrimp.NET), Friendica, Hubzilla und GNU Social unterstützt. Gotosocial, Mitra, Pleroma/akkoma und die meisten anderen Dienste sind derzeit leider (noch) nicht unterstützt.
Aber immerhin, das ist schon eine ganz gute Auswahl fürs Erste.
Die Lösung heißt "Share2Fediverse" und ist unter "s2f.kytta.dev" verfügbar. Ein Button, der ein "Teile im Fediverse" mit diesem Dienst anbietet, nimmt einen kleinen Umweg diese Seite und der Besucher muss dort die URL (Webadresse) der Fediverse-Instanz angeben, bei der man über einen Account verfügt. Dieser Zwischenschritt muss sein, weil Fediverse-Dienste auf unzählige Server mit unterschiedlichen Webadressen aufgeteilt ist.
Um es nun ganz einfach zu machen... auch und gerade für Webseiten-Besitzer ohne große technische Kenntnisse, habe ich einfach einen kurzen „Schnipsel“ HTML geschrieben, den man einfach unter seinen Beitrag/Artikel etc. packen muss. Er zeigt einen Fediverse-Button an und führt zu besagter Seite, wobei Titel und Link des Beitrags übernommen werden. Hier gibt nun der Leser die Adresse seines Fediverse-Dienstes ein und kann den Beitrag teilen:
<p><a href="https://s2f.kytta.dev/" onclick= "location.href=this.href+'?text='+document.title+' '+window.location; return false;"><img src="https://pepecyb.hu/files/share_fediverse.png" alt="Teile im Fediverse" title="Teile im Fediverse"/></a></p>Das funktioniert z.B auch prima mit WordPress. Dafür erstellt man einfach einen HTML-Block mit diesem Code und speichert ihn als Vorlage. So kann man ihn mit zwei Klicks unter jeden Artikel packen.
Natürlich besteht rein technisch die Möglichkeit, dass "s2f.kytta.dev" gewisse Daten des Nutzers abgreift. Stimmt! Aber es ist eher unwahrscheinlich. Zumal der Quelltext des Dienstes in einem Git-Repository einsehbar ist: https://github.com/kytta/share2fedi.
Als weitere Alternative könnte man in Erwägung ziehen, Share2Fedi einfach auch selbst zu hosten. Das sollte sogar kostenneutral möglich sein, wenn man es mit Vercel macht... aber möchte man, dass die eigenen Leser über einen Server in den USA geleitet werden? Also ich nicht! Man kann Share2Fedi aber auch auf einem eigenen Server (mindestens VPS) installieren... doch das ist dann auch wieder etwas für Spezialisten.
Es gibt auf jeden Fall eine Möglichkeit, einen "Teile im Fediverse Button" einzusetzen, auch wenn er mit einigen wenigen Einschränkungen behaftet ist.
Mein Schnipsel ist zumindest einfach... mehr soll er auch nicht sein.
Ich habe ihn selbst verwendet, als ich meine Blogs noch mit WordPress betrieben habe.
Auf die Grafik des Buttons ist man übrigens nicht festgenagelt.
Da kann man auch die URL zur Grafik eines anderen Buttons einsetzen....was die ganze Sache nun soll?
Seit ein, zwei Tagen tauchten mehr und mehr Postings in meinem Stream auf, in welchen es um das "Forkiverse" ging.
Seit ein, zwei Tagen tauchten mehr und mehr Postings in meinem Stream auf, in welchen es um das "Forkiverse" ging.
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...was die ganze Sache nun soll?
Seit ein, zwei Tagen tauchten mehr und mehr Postings in meinem Stream auf, in welchen es um das "Forkiverse" ging.
Forki... Was?
Also das Fediverse kenne ich ja... und dann kenne ich noch die Forkeys, also Fediverse-Software, die als Forks oder Forks von Forks oder... na ja... Forks halt von Misskey entstanden sind (also Sharkey, Calckey - Firefish, Iceshrimp und wie sie alle heißen)... aber was ist denn das "Forkiverse" und weshalb wird darüber so viel geschrieben?
So rein vom Namen klingt es so, als würde da jemand das Fediverse "forken" wollen, also ein neues, abgeleitetes, aber dennoch anderes Fediverse schaffen.
Aber ist dem wirklich so? Und braucht es sowas? Und möchte irgendwer sowas? Und überhaupt...
Wirklich fundierte Informationen darüber, was das "Forkiverse" nun ist, findet man nicht wirklich.
Es gibt eine Mastodon-Instanz (also schonmal nix mit "Fork") mit dem Namen "Forkiverse" unter der Domain theforkiverse.com. Und da steht dann auch ein Satz:
Building a better internet with your friends from Hard Fork and Search Engine.
Also...
Gemeinsam mit Ihren Freunden von Hard Fork und Search Engine ein besseres Internet schaffen.
Wer oder was sind jetzt "Hard Fork" und "Search Engine"? Und wer sind diese Freunde, die meine Freunde sein sollen und mit mir ein "besseres Internet" aufbauen möchten?
Mehr Infos findet man unter der Domain zunächst nicht. Außer, dass es (stand 12. Januar 2026) um die 3.200 Accounts auf der Instanz gibt und die Instanz von einem gewissen Kevin Roose betrieben, adminstriert, moderiert wird.
Wer ist das denn nun schon wieder? Ein amerikanischer Journalist ist es. Kein Wunder, dass mir der Name nicht geläufig ist. Und er arbeitet irgendwie auch für die New York Times. Da zeichnet er auch für den Podcast "Rabbit Hole" verantwortlich und er ist außerdem Co-Moderator eines weiteren NYT-Podcasts mit dem Namen "Hard Fork".
Aaahhh... jetzt... "Hard Fork" ist also ein NYT-Podcast, der von Kevin Roose und einem gewissen Casey Newton moderiert wird... und in welchem es um die "Radikalisierung des Internets" geht.
Der Name Casey Newton taucht im Zusammenhang mit "Forkiverse" auch immer mal auf. Und wer ist das nun? Na auch ein amerikanischer Journalist.
Gräbt man dann in den Infos zu diesen Protagonisten und den Podcasts stößt man irgendwann auch auf "Search Engine", was ein Podcast von CBC bzw. TVOntario ist, ursprünglich moderiert von einem Jesse Brown, jetzt wohl von einem gewissen PJ Vogt, dessen Name auch im Zusammenhang mit dem "Forkiverse" immer wieder fällt.
Na ok... das mit "meinen Freunden von Hard Fork und Search Engine" war wohl nix. Hab da keine Pfroinde. Egal...
Und die wollen jetzt ein "besseres Internet" aufbauen. Stellt sich also die Frage, was denn ein "besseres" Internet auszeichnen soll.
Liest man die wenigen (habe nur zwei mit "etwas Fleesch uffe Rippen" gefunden) Artikel zum "Forkiverse", bekommt man eine grobe Vorstellung, was es damit auf sich haben soll. [1] [2]
Also... das "Forkiverse" ist ein Kind dreier Podcaster: Kevin Roose, Casey Newton und PJ Vogt. Sie wollen ein "besseres" Internet schaffen, wobei "besser" von ihnen nicht wirklich definiert wird. "Besser" halt! Und wer würde das nicht wollen, denn schließlich soll ja "die derzeitige Version des Internets" laut ihrer Ansicht die "wohl die schlechteste, die es je gab" sein.
Also... na ja, so richtig ein neues Internet trauen sie sich dann doch eher nicht zu. Ihre Vision ist ein "besseres Soziales Netzwerk". Das wollen sie aber mal machen. Und dafür nutzen sie Mastodon. Ist ja prima! Aber damit schaffen sie ja nichts Neues, denn Mastodon gibt es nun schon seit dem 16. März 2016 und das Fediverse, dessen Teil es ist, bereits seit dem 18. Mai 2008. Was sie geschaffen haben, ist eine weitere Mastodon-Instanz zu den bis dahin (Zahlen laut FediDB) 9.181 anderen Mastodon-Instanzen bzw. eine weitere Fediverse-Instanz zusätzlich zu den bis dahin 42.906 Fediverse-Instanzen.
Nun ist aber auch ihre Instanz Teil des Fediverse (und deshalb spülte es mit Postings von dieser Instanz in meinen Stream) und damit war es das dann auch schon mit dem vermeintlich "besseren" Sozialen Netzwerk nach ihren Vorstellungen. Denn sie haben ja keinen Einfluss darauf, was im gesamten Fediverse so alles passiert.
Hätte sie einen wirklichen "Reinraum" erschaffen wollen, hätten sie ihre Instanz entweder deföderieren müssen oder womöglich gleich eine andere Social-Network-Anwendung (sowas wie Oxwall, HumHub, Elgg etc.) oder eine Foren-Software nutzen können. Solange aber ihre Forkiverse-Instanz im Fediverse drinhängt, sind sie Teil dieses großen Netzwerks und nur beschränkt in der "Reinhaltung".
Der Artikel von Maho Pacheco offenbart auch, dass weder er, noch die drei Forkiversisten das Fediverse an sich verstanden haben. Man benötigt nämlich für eine Art Community, wie sie sich eine vorstellen, keine eigene Instanz. Und es ist auch nicht im Sinne der Dezentralisierung, nun möglichst viele Gleichgesinnte auf eine einzige Instanz zu locken (mit einem irgendwie gearteten Heilversprechen à la "besseres Internet").
Und, auch wenn ich viele hier vielleicht enttäuschen mag: Es ist und bleibt völlig egal, welche Instanz Ihr für Euren Account auswählt. Zumindest themenbezogen oder in Bezug auf die Region. Die Instanz-Regeln können einen Ausschlag für die Auswahl geben oder die Zuverlässigkeit (Verfügbarkeit). Aber eine "Angler-Instanz" ist auch für Nicht-Angler genauso gut zu nutzen, wie eine andere Instanz und sie bringt auch Angelbegeisterten keine wirklichen Vorteile. Lediglich die lokale öffentliche Timeline enthält dann wahrscheinlich mehr Angler. Aber wolltet Ihr nicht Algorithmen loswerden? Wolltet Ihr nicht, dass Euch nichts ungefragt in die Timeline gespült wird. Ist der lokale Stream wirklich so wichtig?
Das Fediverse macht ein klein wenig Mühe. Damit Angler als Angler gefunden werden, müssen sie diese Info halt in ihrem Profil unterbringen. Oder man sucht, auch wenn man einen Account bei einer anderen Instanz hat, einfach mal eine Angler-instanz auf und schaut sich deren lokale Zeitleiste an, um auf Angelfreunde zu stoßen. Himmel! Wenn Ihr war vorgekaut haben wollt, müsst Ihr halt bei den Walled Gardens bleiben und Euch von einem undurchsichtigen Algorithmus vor den Latz knallen lassen, was dieser meint, dass es Euch interessiert.
Und der Titel ihres Projekts ist jetzt auch nicht unbedingt sehr geschickt gewählt. "Forkiverse" klingt nämlich erstmal so, als gibge es wirklich um eine Abspaltung von Fediverse... was es aber ja eben wieder nicht ist, weil ins Fediverse eingebunden. Der Name weckt Erwartungen, die das Projekt nicht erfüllen kann. Ob das jetzt ein Versehen aus Unwissenheit war oder ob es eher eine Art Marketing-Gag sein sollte... keine Ahnung. Sympathien kann man so nicht sameln. Und eine möglichst große Instanz anzustreben widerspricht sowohl dem dezentralen Gendanken des Fediverse und macht alle Bemühungen, die Nutzer auf möglichst viele Instanzen zu verteilen, zunichte.
Für mich sieht die ganze Sache wie eine mächtige Schaumschlägerei aus... nicht mehr und nicht weniger. Und wenn der Hashtag in absehbarer Zeit nicht mehr so wild durch die Gegend geworfen wird, dann lösche ich ihn auch wieder aus meinem Filter.
[1] The Forkiverse Experiment and Why Instance Choice Matters (arch)
[2] The Fediverse Experiment (arch)
Heute Morgen habe ich den Artikel Fediverse: Wenn Admins Communities zerstören im Blog C0D1 gelesen. Und ich kann den Ärger durchaus nachvollziehen...
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Heute Morgen habe ich den Artikel Fediverse: Wenn Admins Communities zerstören im Blog C0D1 gelesen.
Und ich kann den Ärger durchaus nachvollziehen. Ich persönlich halte grundsätzlich vom Blocken kompletter Instanzen nicht sehr viel, bin auf der anderen Seite aber auch froh, dass es einen solchen Mechanismus gibt. Der ist nämlich durchaus sinnvoll, um wirklich echten Dreck von der eigenen Instanz fernzuhalten.
Fediverse-Server krimineller Vereinigungen, Instanzen die vom Ansatz her ausschließlich auf Spam-Verteilung ausgerichtet sind, welche Inhalte anderer Instanzen abgrasen, um sie selbst anzubieten oder die schon vom Namen her ganz klar zeigen, wofür sie stehen (ein altes, aber prominentes Beispiel ist
hub.natehiggers.org), die blockiere auch ich instanzweit auf meinen Hubs.Damit sperre ich aber nicht wirklich "normale" Nutzer dieser Instanzen aus, weil diese speziellen Instanzen gar keine "Normalen" Nutzer haben.
Nun ist es leider so, dass auch normale Fediverse-Instanzen (oft nur temporär bis der jeweilige Admin dem einen Riegel vorschiebt) von Nutzern missbraucht werden, um z.B. massenweise Spam zu verteilen. Die überwiegende Mehrheit der Nutzer gehört aber zu den "anständigen Fediversisten". Und die würde ich mit einem Instanz-Block einerseits von allen Kontakten, welche sie zu Nutzern meiner Hubs haben, als auch die Nutzer meiner Hubs von allen Kontakten, die einen Account auf der blockierten Instanz haben, komplett abschneiden. So, wie es Norbert halt auch widerfahren ist. Und deshalb blockiere ich solche Instanzen grundsätzlich erst einmal nicht. Grundsätzlich bedeutet aber, dass es Ausnahmen gibt. Wenn es eine Spam-Schwemme gibt, die von einer bestimmten Instanz ausgeht und diese von sehr vielen Spam-Accounts missbraucht wird, dann hat das Auswirkungen auf meine Nutzer (und ggf. sogar auf die Kontakte meiner Nutzer). Nun können Admins betroffener Instanzen oftmals nicht in kürzester Zeit etwas dagegen unternehmen. Deshalb besteht durchaus die Möglichkeit, dass ich solche Instanzen temporär, also für die Zeit, während welcher das Problem besteht, blockiere. Der Block wird dann wieder entfernt, sobald die Probleme beseitigt sind. Das ist aber nur die ultima Ratio. Solange es sich trotzdem um eine überschaubare Anzahl von missbräuchlich genutzten Accounts handelt und ich deren Handle dann auch kenne, landen nur die Accounts (Kanäle, wie es bei Hubzilla heißt) auf der instanzweiten Blockliste. Der Rest der Ausgangs-Instanz bleibt davon unberührt.
So... das ist mein Umgang in Bezug auf das Blockieren. Ach ja... von Blocklisten halte ich mal so gar nichts. Ungeprüft irgendwem blind zu vertrauen, dass er die Weisheit gepachtet hat, alleine alle blockierungswürdigen Instanzen zu kennen, kommt für mich nicht infrage. Bevor ich eine Instanz blockiere, schaue ich sie mir selbst genau an und entscheide dann für mich und meine eigenen Instanzen.
Aber das löst natürlich nicht die Probleme, die Norbert beschrieben hat. Denn es muss ja keiner so handhaben, wie ich. Und es kann letztlich jeder Instanzbetreiber (Admin) für seine eigene Instanz entscheiden, andere Instanzen einfach zu blockieren. Aus welchen Gründen auch immer. Und dann bliebe, wenn sich nichts daran ändern lässt, das, was er in seinem Artikel beschreibt:
Ich habe einen Account auf einer anderen Instanz und damit kann ich die mir wichtigen Menschen kontaktieren und darauf aufmerksam machen.
Aber weder kann ich von anderen erwarten, dass sie ihre Instanz wechseln, noch werde ich wechseln. Zumal diese Funktion ja auch nicht ganz so reibungslos funktioniert und Teile der Kontakte im Nirwana hängen bleiben.
Ja, das ist halt das Problem. Ein Zweit-Account hilft nicht viel. Man müsste den ja schon recht früh erstellen, dann auch dort alle Verbindungen eingehen, die man auf seinem Haupt-Account hat, hoffen, dass die "Follower" einem dann auch dort folgen, selbst wenn man dort nichts schreibt und letztlich dann, im konkreten Fall auf den Zweit-Account umsteigen. Nicht praktikabel! Umständlich! Aufwendig!
Das sind Probleme, die ich sehe, die mich aber selbst nicht betreffen. Denn ich nutze ein Fediverse-System, welches in dieser Hinsicht wesentlich "zensurresistenter" ist, als die Mehrheit der Fediverse-Dienste: Hubzilla.
Durch die nomadische Identität wäre es kein Problem, wenn eine fremde Instanz, bei welcher ich Kontakte habe, meinen Hub komplett blockiert. Ich habe ja Klone von meinem Kanal auf anderen Hubs (eigenen und fremden). Und für diese Klone brauche ich mich um fast nichts zu kümmern. Die Verbindungen, die ich mit dem Haupt-Kanal eingehe, die bestehen auch bei den Klonen. Was ich poste, wird ebenfalls bei den Klonen – ohne dass ich einen Finger krumm machen muss – synchronisiert. Es geht also nichts verloren. Da meine Identität (also mein Kanal) unabhängig von einem bestimmten Server ist, kann ich also jederzeit mit einem dieser Klone als genau der, den man im Fediverse kennt (also meine Identität), mit einem anderen Hub weitermachen. Wäre ich von einem umfassenden (also viele meiner Verbindungen betreffenden) Block betroffen, würde ich dann überlegen, ob ich nicht den Klon auf einem nicht blockierten Hub zu meinem primären Kanal (quasi Haupt-Kanal) machen sollte.
Ein kleines Manko sollte man dabei aber nicht verschweigen. Viele Dienste, die nur ActivityPub verwenden, kommen mit der nomadischen Identität nicht richtig klar. Ist man auf seinem Klon-Kanal, erkennt man diese daran, dass im Verbindungsverzeichnis neben dem Kontakt "An diesem Ort nicht verbunden" steht. Aber es gibt dort dann auch einen (meist grünen) Button "+Verbinden", welcher mit einem Klick die Verbindung auch beim Klon-Kanal erstellt.
So, das hilft jetzt dem Protagonisten aus dem eingangs erwähnten Artikel jetzt aktuell auch nicht weiter. Aber ich denke, die Möglichkeiten sind ein gutes Argument, Hubzilla als Zugangssoftware für das Fediverse zu nutzen. Wenn man denn ein- oder umsteigen möchte. Und das Onboarding ist jetzt auch keine schwarze Magie mehr. Abgesehen von sehr wenigen Einstellungen, ist ein frisch erstellter Hubzilla-Kanal sofort und ohne extreme Umstellung sofort für das Agieren im Fediverse geeignet. Die ganzen "Spezialitäten" von Hubzilla, welche für den Ruf sorgen, es sei ein unglaublich kompliziertes System, muss man ja gar nicht nutzen. Einiges ist etwas anders, das begreift man aber sehr schnell. So wie man z.B. auch ganz schnell die Spezialitäten eines Mastodon-Klienten begreift, wenn man von App "A" auf App "B" umsteigt.
Für Nutzer wie Norbert, der 2.300 Follower hat und der selbst 240 Kanäle, denen er folgt, gibt es leider keine einfache Lösung, um einfach mal so umzusteigen. Wer solche umfangreichen Kanäle hat, muss selbst entscheiden, ob er sich die Mühe macht, in die Freiheit umzusteigen, oder ob er sich weiterhin der Gefahr aussetzen möchte, durch pauschale Instanz-Blocks einen (womöglich nicht gerade kleinen) Teil seiner Kontakte komplett zu verlieren.
Z.B. bei Mastodon, kann man die Handles der Kanäle, welchen man folgt, als CSV-Datei exportieren. Leider gibt es keine Import-Funktion für solche Dateien in Hubzilla. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Kontakte bei Hubzilla anders funktionieren. Grundsätzlich ist eine Verbindung bei Hubzilla genau das, was das Wort selbst sagt: eine Verbindung. Es geht also um einen wechselseitigen Kontakt. Es ist zwar möglich, dass fremde Nutzer dem eigenen Kanal nur folgen, man ihnen selbst aber nicht. Das ist jedoch die Ausnahme und kann von Hubzilla aus auch verhindert werden.
Dementsprechend muss man sich einmal die Arbeit machen und die exportierten "gefolgten Kanäle" z.B. aus der Exportdatei per Copy & Paste dem Hubzilla-Kanal hinzufügen.
Fremde Kanäle, die einem folgen, denen man selbst jedoch nicht folgt ("Follower") lassen sich nicht exportieren. Hier muss man also direkt z.B. bei der Mastodon-Instanz die Liste der Follower direkt aufrufen und sie ggf. als Verbindungen bei Hubzilla zufügen. Allerdings macht dieses Vorgehen einen selbst dann auch zum "Follower", was womöglich nicht gewünscht ist. Einfache wäre es, das Posten bei der fremden Instanz zu beenden und eine (am besten angepinnte) Nachricht zu veröffentlichen, dass man nun eine andere Instanz verwendet und dort auch gleich das Handle des Hubzilla-Kanals angeben. Dadurch gehen sicher einige Follower verloren, aber mit diesem Schwund muss man wohl leben. Karteileichen falen so raus... und solche Follower, die womöglich gar kein echtes Interesse an den Inhalten haben ebenfalls, denn wer die "Mühe" scheut einen neuen Kontakt einzugehen, der hat vermutlich gar kein so großes Interesse an dem Kanal und den Inhalten.
Wer mehr Sicherheit und Schutz davor haben möchte, Opfer von Instanzblocking zu werden, sollte in Erwägung ziehen, Hubzilla als Fediverse-Zugang zu nutzen. Selbst wenn man schon eine Reihe Kontakte hat, lässt sich solch ein Umstieg gut verwirklichen. Ja... und wer noch unabhängiger werden möchte: Die Installation eines eigenen Hubs ist wesentlich einfacher, als das Aufsetzen einer Instanz der meisten anderen Fediverse-Dienste.
Eher zufällig bin ich auf die Fediverse-Software #Seppo! gestoßen.
Aber langsam, eins nach dem anderen...
Aber langsam, eins nach dem anderen...
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Eher zufällig bin ich auf die Fediverse-Software #Seppo! gestoßen.
Aber langsam, eins nach dem anderen...
Das Fediverse bietet große Freiheit, Sicherheit und Autonomie. Hauptgrund für die Autonomie ist das dezentrale Prinzip. Als Nutzer des Fediverse ist man nicht an eine einzelne Firma und nicht an einen einzelnen Server gefesselt. Das Soziale Netzwerk besteht aus einem lockeren Verbund zahlreicher, von einander unabhängiger Server (Instanzen). Der Ausfall einzelner Instanzen führt nicht zur Störung oder zum Zusammenbruch des Fediverse. Etliche Dienste erlauben auch den Export des Accounts bzw. den "Umzug" auf einen gleichen Dienst auf einem anderen Server. Hubzilla, (streams) und Forte (und bald wohl auch Mitra) bieten sogar die echte nomadische Identität mit automatisch synchronisierten klonen auf verschiedenen Servern.
Das einzige was bleibt, ist, dass man auf einen Server, also einen Serverbetreiber und Admin des jeweiligen Dienstes angewiesen ist und damit eine gewisse Abhängigkeit bestehen bleibt.
Und aus diesem Grund wird auch immer wieder einmal empfohlen bzw. als Lösung für dieses kleine Rest-Dilemma geraten, doch selbst eine Instanz zu betreiben. Womöglich als einziger nutzer. Die Anbindung an die weite Welt des Fediverse ist ja auch damit gegeben. Damit macht man sich von Dritten noch unabängiger.
Das ist auch kein schlechter Rat an sich... nur... die Installation vieler solcher Dienste ist dann doch meist nicht so simpel, wie es sein müsste, um auch von "normalen" Durchschnitts-Nutzern durchgeführt werden zu können. Hinzu kommt dann auch noch, dass man auch seine eigene kleine Instanz administrieren und auf dem neuesten Stand halten muss. Auch hier lauern immer wieder Fallstricke, die nur mit erweiterten Kenntnissen zu überwinden sind.
Der Rat ist also gut, aber nichts für jeden... und damit auch nicht einfach zu befolgen.
So... und jetzt, ja jetzt komme ich mit #Seppo! um die Ecke.
Während sich viele Fediverse-Dienste nur umständlich oder oft gar nicht auf einem normalen Web-Hosting-Dienst installieren lassen, ist dies mit #Seppo! kein Problem.
Was man benötigt ist also ein Webhosting-Dienst, wie er von sehr vielen Providern angeboten wird. Sowas ist für wirklich kleines Geld zu bekommen. Die einzige Voraussetzung ist, dass man über eine Domain oder Subdomain verfügt, und der Dienst das Ausführen von CGI erlaubt (das steht bei den Angeboten dabei bzw. muss erfragt werden). Und das war es schon.
Dann lädt man sich von der Seppo-Webseite die aktuelle Version der Datei seppo.cgi herunter, lädt diese auf den eigenen Webspace (ggf. muss man noch schauen, dass die Datei ausführbar ist) und dann ruft man diese einmalig mit <Domain_oder_Subdomain_des_eigenen_Webspaces>/seppo.cgi auf, wählt im folgenden Dialog einen Benutzer- (Fediverse-) Namen und ein Passwort... und das war es dann auch schon. Fertig! Die eigene Instanz! Und die Teilnahme am Fediverse!
Noch ist #Seppo! nicht wirklich "fertig"... und es fehlt sogar an einigen wesentlichen Funktionen. Aber man kann es schon nutzen und ausprobieren... und es taugt auch, um am Fediverse (eingeschränkt) teilzunehmen:
Man kann einige Einstellungen vornehmen und sein Profil editieren (Den angezeigten Namen ändern, Infos über das Profil eingeben, die Sprache und Zeitzone festlegen und festlegen, wie viele Postings am Stück angezeigt werden). Um ein eigenes Banner- und Avatarbild muss man diese Bilder unter den Namen "me-banner.jpg" und "me-avatar.jpg" in das Verzeichnis auf dem Webspace hochladen, wo man auch "seppo.cgi" gespeichert hat. Außerdem ist es möglich, das Passwort für den Account zu ändern.

Andere Fediverse-Nutzer können einem folgen (Subscribers) und man selbst kann anderen Fediverse-Nutzern folgen (Subscribed to). Und man kann Nutzer blocken.
Selbstverständlich kann man Postings verfassen und veröffentlichen. Und es ist möglich, eigene Postings zu editieren. Auch die Möglichkeit, Postings zu löschen, ist vorhanden.
URLs im Text eines Postings werden in anklickbare Links umgewandelt.
Ebenfalls ist es möglich, Beiträge zu "liken".
Schließlich kann man Postings "boosten" ("repeaten", "wiederholen").
Mehr geht derzeit nicht!
Was fällt auf?
Genau... Was ist denn mit "Antworten" oder "Kommentieren"? Tja, leider fehlt genau diese (essenzielle) Funktion derzeit noch. Sie steht aber offensichtlich als nächste Funktion auf dem Plan. Muss auch!
Als weiteres, bald geplantes Feature steht dann noch das Teilen von Bildern an.
Ich hoffe, dass auch Erwähnungen und ggf. Direktnachrichten in der Pipeline sind (letztere ergeben eh nur einen Sinn, wenn das Antworten möglich geworden ist).
Es ist anscheinend auch geplant, #Seppo! mit Phanpy und Tusky kompatibel zu machen. Interessant für Nutzer, die eine Webapp bzw. eine Android-App verwenden möchten.
Nicht geplant (und wahrscheinlich, um #Seppo! wirklich einfach zu halten, wird sich daran auch nichts ändern) sind Textformatierungen, der Zugriff auf eine öffentliche Zeitleiste, das dauerhafte speichern von eingehenden Postings (sie werden für 90 Tage vorgehalten), Statistiken über Likes, Bookmarks und ein Mehrbenutzer-Betrieb.
Die letztgenannten Einschränkungen mögen manchen betrüben... aber man kann damit leben. Insbesondere wenn man sich vor Augen hält, dass #Seppo! ein System für jeden ist, dass auch jeder, der über Webspace verfügt, installieren und nutzen kann, ohne Experte zu sein. Vielleicht wird es irgendwann ja auch einmal einfache Textauszeichnungen geben, wie sie derzeit auch bei Mastodon möglich sind... wer weiß? Essenziell ist das aber nicht, wenn man einfach nur Teil des Fediverse mit eigener Instanz sein möchte.
Man muss also einige Abstriche machen. Dafür gewinnt man ein großes Stück Unabhängigkeit. Übrig bleibt lediglich die Abhängigkeit vom Webspace-Provider. Sicher sollte es auch möglich sein, #Seppo! auf z.B. einem Raspi zu Hause zu betreiben. Aber dann hört es auf, einfach und für jeden nutzbar zu sein. Denn dann muss man sich mit dynamischen DNS (dDNS) und dem Installieren eines LAMP-Stacks auseinandersetzen.
Wer #Seppo! nutzen möchte, muss sich ein wenig umgewöhnen. Einige Dinge sind anders bezeichnet, als man es vielleicht bisher aus dem Fediverse kennt... und einiges findet man auf Anhieb nicht so schnell, bis man sich an das Konzept gewöhnt hat.
Deshalb hier eine Mini-Anleitung bzw. Erläuterungen zur Benutzung:
Ruft man die eigene Instanz auf, so landet man bei einer öffentlich sichtbaren Kombination aus Profilansicht und Kanal des (einzigen!) Nutzers, also der Liste der vom Nutzer geposteten Beiträge.


Im Banner des Profils sieht man einen Button "Public", der immer zu genau dieser Ansicht führt, egal ob man eingeloggt ist, oder nicht. Wenn andere Fediverse-Nutzer auf dieser Seite landen, können sie dem #Seppo!-Account leicht folgen. Dafür gibt es ein Eingabefeld, in welches sie ihr eigenes Handle ("Fediverse-Name" / "Fediverse-Adresse") eingeben können. Ein Klick auf den rechts davon befindlichen Button "Subscribe" führt dann zur eigenen Instanz und dort zum Dialog für das Hinzufügen einer Verbindung.
Ganz rechts sieht man, wenn man noch nicht eingeloggt ist, den Button "Login", mit welchem man sich bei der Instanz einloggen kann.

Nach dem Einloggen findet man sich in der "Subscribed-to-Timeline" wieder, also der Timeline, in welcher alle Postings der Nutzer auftauchen, denen man selbst folgt.

Am oberen Rand gibt es dann die Buttons "Public", "Subscribed to", "People" und "Settings".

Ein Klick auf "Public" führt wieder zu Ansicht des eigenen Profils und Kanals. Ist man eingeloggt, fehlt bei der "Public-Ansicht" das Eingabefeld, um dem eigenen Account zu folgen und wird durch den Button "Subscribed to" ersetzt.

Ein Klick auf "Subscribed to" führt zu der Timeline-Ansicht, die sich nach dem Einloggen ja bereits einmal gezeigt hat.
Klickt man auf "People", so gelangt man zur Seite der "Following-Follower-Block-Verwaltung".

Auf dieser Seite befindet sich ganz oben wieder der Button "Public", der zum eigenen Kanal führt und damit zum Verlassen der "Follow-Verwaltung" dient.
Unter dem Schriftzug "People" gibt es dann erst einmal drei Buttons: "Subscribed to", "Subscribers" und "Blocked".
Hier nicht durcheinander kommen! Der unter "People" befindliche Button "Subscribetd to" führt nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, zur Timeline-Ansicht, sondern zur Ansicht aller Kontakte, welchen man selbst folgt.
Dort gibt es ein Suchfeld (sinnvoll, wenn man sehr viele Kontakte hat) und darunter sind alle Nutzer aufgeführt, denen man selbst folgt. Ein Klick auf das jeweilige Handle führt zur Kanal-Ansicht innerhalb von #Seppo!. Dort kann man dann auch das Folgen beenden oder den Kanal blocken. Außerdem wird angezeigt, ob einem der Nutzer selbst auch folgt. Es gibt auch noch einen Button "Message", der darauf hindeutet, dass sowas wie Erwähnungen oder Direktnachrichten demnächst geplant sind. Derzeit ist er funktionslos ausgegraut.

Der Klick auf den Button "Subscribers" unter dem Schriftzug "People" führt zur Übersicht über alle Nutzer, welche einem selbst folgen. EIn Klick auf das jeweilige Handle führt wieder zur Kanalansicht mit den eben genannten Möglichkeiten.
Der Klick auf "Blocked" führt dann natürlich zur Liste aller Nutzer, welche man selbst blockiert hat... mit wieder den selben Möglichkeiten (über die Kanalansicht kann man das Blocken dann natürlich auch wieder rückgängig machen).
Unter den nun erläuterten Buttons befindet sich eine Eingabezeile, die mit "Look up somebody:" überschrieben ist und neben der sich ein Button "View Profile" befindet. Dieses Feld kannman dafür verwenden, um neue Verbindungen zu Nutzern, deren Handles man kennt herzustellen (also diesen zu folgen). Gibt man dort ein Handle ein und klickt auf den Button, so wird die Kanalseite zu diesem Handle angezeigt, auf welcher man dann den Button findet, mit welchem man dem Nutzer folgen kann. Kennt man aber z.B. das Handle eines Nutzers, den man generell blockiern möchte, so kann man die Suche auch hierfür nutzen.


Schließlich gibt es unter dieser Eingabezeile auch noch ein größeres Textfeld, welches mit "Bulk Actor Activity" überschrieben ist und unter welchem sich drei Buttons ("Subscribe to", "Unsubscribe" und "Block") befinden. In das Feld kann man zeilenweise Handles von Kanälen eingeben und mit den Buttons dann die gewünschte Aktion für alle Kanäle durchführen. (Zumindest beim Folgen hat das bei mir bisher nicht funktioniert.)
Als letztes nun noch der Button "Settings". Dieser führt zur Seite mit den Einstellungen.

Ganz oben wieder der "Exit-Button", der mit "Subscribed to" beschriftet ist und zur Timeline-Ansicht führt.
Darunter gibt es zwei Buttons: "Edit my Profile", mit denen man die bereits zu Anfang gezeigten Profil-Einstellungen erreichen kann.
Und der Button "Change Password"... der wohl selbsterklärend genug sein dürfte.
Dann gibt es ein "Machine Room" überschriebenes Textfeld "signed http GET", dessen Sinn sich mir noch(!) nicht erschlossen hat. 😉
Am Ende der Seite findet man dann noch ein paar aktuelle statistische Informationen zu eigenen Instanz, wie zur Warteschlange, zu Jobs und zu In- und Outbox, sowie einige Referenzen und Links.
Beitrag schreiben und veröffentlichen:
In der Ansicht "Subscribed to" (Timeline) und "Public" (Kanalansicht) gibt es ein Suchfeld, welches derzeit noch ohne Funktion (ausgegraut) ist, sowie ein Textfeld "Enter text to start a post.", neben dem sich ein Button "Create Post" befindet. In dieses Feld muss man den Titel des Postings eingeben und dann auf den Button klicken. Anschließend erscheint der Beitrags-Editor.




Hier kann man seinen Beitrag nun verfassen. Unter dem Textfeld für den Beitrag befindet sich noch eine Reihe Emoticons. Klickt man auf eines dieser Symbole, so wird es in die Zwischenablage kopiert und man kann es im Textfeld einfügen.
Es gibt auch drei Buttons unter dem Editor: "Submit Post", "Cancel Create" und (inaktiv ausgegraut) "Delete Post".
Ein Klick auf "Submit Post" veröffentlicht das Posting. "Cancel Create" verwirft den Entwurf. Und "Delete Post" funktioniert hier(!) nicht (das ist für das nachträgliche Editieren gedacht).
In der Ansicht "Public" erscheint das Posting nun und es wird an diejenigen verteilt, welche einem selbst folgen (funktioniert prima... sogar mit Friendica, was ja teilweise etwas bockig mit anderen Diensten ist 😉).

Bei eigenen Postings gibt es am Ende einen Link "Edit". Damit kann man seine eigenen Postings nachträglich bearbeiten. Es öffnet sich dann wieder der Beitrags-Editor und man kann das Posting verändern. Und nun ist auch der Button "Delete Post" aktiviert (rot hinterlegt). Damit ist es möglich, das Posting wieder zu löschen.

So, das war es dann auch erst einmal...
Jetzt hier noch ein paar wichtige Links und ein erstes Fazit:
Als die eigentliche Homepage von #Seppo! sehe ich diese hier an: #Seppo!
Weitere Informationen und die Anleitung für die Installation findet man auf der Support-Seite.
Auf der Download-Seite kann man die aktuelle Version herunterladen.
Das Software-Repository ist bei Codeberg zu finden: seppo/seppo.
Hinweise zu möglichen Fehlern (und die jeweils bei Fehlermeldungen anzugebenden Fehlernummern) findet man unter Codes.
Der Entwickler (Marcus Rohrmoser) betreibt auch ein Blog zu #Seppo! Im Fediverse kann man ihm unter @Marcus Rohrmoser 🌻 folgen.
Außerdem gibt es eine Mailing-Liste und eine Support-Seite mit wichtigen Hinweisen.
Wer #Seppo! einmal ausprobieren möchte, ohne es selbst zu "installieren", kann dies bei der Demo-Instanz tun, die täglich zurückgesetzt wird.
Und nun mein erstes Zwischenfazit:
#Seppo! ist eine tolle Idee! Eine eigene Fediverse-Instanz, die auch ohne besonderes technisches Know-How einfach installiert und in Betrieb genommen werden kann. Die Software kann man als "spartanisch" bezeichnen, was ihr aber nicht gerecht wird. Sie ist schlicht auf das Notwendigste reduziert, erlaubt es aber, völlig eigenständig am Fediverse teilzunehmen. Was man unbedingt benötigt, wird zur Verfügung gestellt.
Und #Seppo! hat keine großen Ansprüche, es ist ressourcenschonend.
Fakt ist aber auch: #Seppo! ist noch nicht "fertig". Man kann es nutzen, es fehlt derzeit aber noch an einer wesentlichen Fähigkeit, nämlich dem kommentieren und der Anzeige von Kommentaren am Posting. Ausprobieren lohnt aber auf jeden Fall. Und ich schätze, dieses wichtige Feature wird band kommen. Wenn dann noch das Foto-Sharing ebenfalls kommt, hat man mit #Seppo! eine vollwertige Fediverse-instanz. Und dann gilt: JEDER kann Fediverse! Ausreden geten dann nicht mehr...
Klar... es kann die "großen" Dienste nicht ersetzen... aber das solle es ja wohl auch nicht. Der Entwickler gibt uns einfach ein Instrument an die Hand, welches uns eine große Unabhängigkeit schenkt.
Ach... und wer mir folgen möchte: @pepecyb@klacker.net
Auch wenn Hubzilla meine absolute Nummer eins ist, bin ich immer offen für andere Fediverse-Dienste und ich schaue mir viele davon an...
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Auch wenn Hubzilla meine absolute Nummer eins ist, bin ich immer offen für andere Fediverse-Dienste und ich schaue mir viele davon an. Teilweise installiere ich dann auch selbst Instanzen, um noch genauer hinter die Kulissen schauen zu können. Außerdem möchte ich (ist mein Spleen) mindestens eine eigene Instanz eines Dienstes, der nicht Hubzilla ist, betreiben... auch als Backup für den selbst verwalteten Fediverse-Zugang.
Neben zwei Hubzilla-Hubs habe ich (auch aus dem letzteren Grund) noch einen (streams)-Hub und einen Forte-Hub in Betrieb.
Im Herbst 2023 hatte ich dann den für mich ultimativen Alternativ-Fediversedienst gefunden: Firefish. Es bot mir einen gut föderierenden ActivityPub-Zugang und hielt etliche Features, die ich an Hubzilla schätze (Cloud, anständig formatierbare Texte, keine extreme Zeichenbeschränkung...
Nur leider ist der Fisch dann recht bald "abgesoffen". Keine Weiterentwicklung... Projekt quasi aufgegeben und deshalb verwaist.
Dann habe ich es mal mit Sharkey versucht. Das lief eher suboptimal... insbesondere die Suche (die man zwingend für das Herstellen von Verbindungen braucht) und das Föderationsverhalten waren nicht wirklich gut. Viele Kontakte konnte ich ums Verrecken nicht herstellen... und dann kam noch der Umstieg auf eine neue Redis-Version dazu, die ich aufgrund der Installation unter YunoHost (damals noch Version 11.x, die auf Debian 11 basierte) nicht mitgehen konnte. Ein weiterer Versuch mit Sharkey in Docker brachte aber auch keine Verbesserungen.
Ok... dann mal ein Test mit dem "Original", also Misskey. Auch da stieß ich auf vergleichbare Probleme. Außerdem war die bei YunoHost angebotene Version damals schon weit über ein Jahr alt. Ein weiterer Versuch mit Docker brachte aber auch keine nennenswerten Verbesserungen.
Schließlich wurde ich dann auf Iceshrimp aufmerksam, das seinerseits eine Art Fork von Firefish war. Und da lief es wieder deutlich besser. Es fühlte sich beinahe wieder wie Firefish an. Nur... auch da hing die Entwicklung etwas in den Seilen... und ich wollte nicht schon wieder auf ein totes Pferd aufsatteln.
Versuche mit Pleroma haben mich auch nicht glücklich gemacht... und so ließ die Intensität meiner Suche nach einer festen Alternative auch nach.
Dann wurde meine Aufmerksamkeit auf Mitra gelenkt. Es hieß, dass dieses System die "nomadische Identität" mit ActivityPub unterstützen solle. Allein das war schon ein Grund, es mir genauer anzuschauen. Na ja... es erschien wie ein Mastodon-Light. Trotzdem habe ich es mir eine ganze Weile angeschaut und dann auch selbst eine Instanz installiert, um mir anzuschauen, was da als Admin alles noch machbar ist.
Das Ergebnis war aber eher enttäuschend. Im Endeffekt war da nichts "hinter den Kulissen" zu entdecken, was man nicht auch "auf der Bühne" gezeigt bekommt.
Der Vorteil gegenüber Mastodon war, dass es wesentlich ressourcenschonender lief. Ok... aber eine Alternative war es für mich nicht. Eher eine Art "Studie", wie man einen Fediverse-Dienst auch realisieren kann.

Die Erinnerung an Firefish und Iceshrimp ließ mich nicht los... und Iceshrimp sollte ja seit einiger Zeit mit neuem Schwung quasi neu programmiert werden: Iceshrimp.NET.
Die Neuentwicklung eines derart komplexen Systems nimmt natürlich Zeit in Anspruch... und die Fortschritte waren nur bei genauer Verfolgung des Repos zu verfolgen. Nun aber scheint die erste Version nicht mehr weit entfernt zu sein. Es gibt schon eine Weile eine Beta-Version.
Nun gut... eine Beta selbst zu installieren, ist nicht, wenn ich nicht ganz dringend an einem Projekt hänge, keine Sache für mich. Also einmal als "Gast" ausprobieren. Allerdings war es ausgesprochen schwierig, eine Iceshrimp.NET Instanz zu finden, welche auch Registrierungen erlaubt.
Kürzlich ist es mir dann gelungen.
Und die Enttäuschung war enorm groß!

Das ist ne Beta! Probleme und Fehler inklusive. Also da habe ich mir nix vorgemacht, wobei ich keine wirklich drastischen Fehler gefunden habe. Wer Beta nutzt, sollte wissen worauf er sich einlässt. Das allerdings war auch nicht der Grund für meine maßlose Enttäuschung.
Nein... eine Beta dient dazu, bislang nicht entdeckte Fehler einer eigentlich für die endgültig zur Veröffentlichung vorgesehene Version zu finden und diese auszumerzen. Allerdings bedeutet damit Beta auch, dass die Version in Funktion und Umfang nahezu der Version zur Veröffentlichung entspricht.
Und das war halt enttäuschend.
Ich hatte die Nachbildung von Iceshrimp und damit einen Funktionsumfang erwartet, der auch dem von Firefish in etwa entspricht.
Aber nö! Auch hier sah ich eher eine "Mastodon extrem light" Version einer Fediverse-Software. Die ganzen tollen Features von Iceshrimp existieren nicht.
Man hat die bekannten Timelines (Home, Lokal, ....), man kann sich die Benachrichtigungen anschauen, die Suche funktioniert inzwischen manierlich, es gibt eine Cloud mit rudimentären Funktionen und ein Einstellungs-Menü. Das war es! Echt! Mehr ist nicht!
In den Einstellungen kann man sein Profil bearbeiten (Profilbild, Name, Bio, Geburtsdatum, Ort), man kann Wortfilter für die Timeline anlegen, einige Grundeinstellungen für den Account vornehmen und ... nüscht.
Die Einstellung des Decks ist nicht möglich... allerdings ist sie auch nicht nötig, weil es ja kaum was gibt, was man hin- und herschieben könnte. Auch keine Widgets. Nix halt.
Beim Erstellen einer Notiz steht einem als Auszeichnungssprache ein rudimentäres Markdown zur Verfügung. Unterstreichung und Überschriften funktionieren nicht. Auch nicht das Einbinden z.B. von Bildern aus dem Cloud-Speicher.
Ja... und Beta bedeutet hat, dass das der Umfang der ersten finalen Version sein soll... so ungefähr.
Das hat aber mit dem "alten" Iceshrimp (und auch mit Firefish) gar nichts zu tun. Das ist eine, (auf den ersten Blick) optisch ein wenig dem Original nachempfundene, völlig neue Fediverse-Software mit sehr eingeschränkten Möglichkeiten. Ob da in kommenden Versionen doch noch mehr vom "alten Iceshrimp"eingebaut wird, weiß ich nicht (die Öffentlichkeitsarbeit des Projekts ist... mäßig...). Und wie lange das dann ggf. dauern soll, mag ich mir gar nicht vorstellen. Einige Funktionen sind zwar in der "Roadmap", aber ich bin da nicht so zuversichtlich. So war angedacht, die "Antennen" (ein wirklich tolles Feature) 1.2025 anzugehen... aber davon ist nix zu sehen.
Ich fürchte, das "alte Iceshrimp" wird aber fallen gelassen. Damit ist diese Alternative dann auch gestorben.
Vielleicht schaue ich mir bei Gelegenheit noch einmal Misskey in einer aktuellen Version an. Die Installation des "alten Iceshrimp" lohnt mangels Zukunftsperspektiven jedenfalls wohl nicht (keine Ahnung, ob es weitergeführt werden soll oder verworfen wird).
Vor über einem Jahr, im Januar 2024 wurde ein Artikel von mir auf der Webseite GNU/Linux.ch in der "Fediverse-Serie" zum Fediverse-Dienst (streams) veröffentlicht...
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Vor über einem Jahr, im Januar 2024 wurde ein Artikel von mir auf der Webseite GNU/Linux.ch in der "Fediverse-Serie" zum Fediverse-Dienst (streams) veröffentlicht. Zu dieser Zeit habe ich selbst einen (streams) Hub betrieben und wollte mit dem Artikel diesen Dienst etwas bekannter machen. Es gab da auch ein paar Hubs (mehr als heute) und ich hatte selbst sogar einige Neuanmeldungen nach dem Erscheinen des Artikels.
Ende August verkündete der Haupt-Entwickler des Streams-Repositorys (und der Schöpfer von Friendica, Hubzilla, Osada, Zap ...), Mike MacGirvin, dass er das Repo aufgibt bzw. freigibt. Er wolle die Software nicht weiter entwickeln. Einer der Gründe war, dass aber auch wirklich niemand außer ihm zu der Software wesentlich beigetragen hat. Dabei war die Idee, das Repo nicht als eigenständiges Fediverse-Projekt zur Verfügung zu stellen, sondern als Basis bzw. Quelle für Eigenentwicklungen. Es sprang nur keiner auf.
Zuvor hatte er noch die nomadische Identität für das (bei (streams) neben Nomad verwendete) ActyvityPub Protokoll entwickelt und implementiert.
Und nun wollte es das Projekt freigeben. Nur... es gab ja keinen Entwickler, der sich des Projekts angenommen hätte.
Und außerdem verkündete er, aus Frust sicherlich, dass er die Entwicklung von solcher Software generell aufgeben würde.
Damit sah es ganz konkret so aus, als würde das Streams-Repo verwaisen, die Software nicht nur nicht weiter entwickelt, sondern auch keine Fehlerbereinigung mehr stattfinden. Aus diesem Grund hatte ich im September/Oktober vergangenen Jahres mit entsprechender Vorlaufzeit meinen Hub geschlossen.
Noch vor der Aufgabe des Streams-Repos hat Mike MacGrivin dieses aber geforkt und begonnen, unter dem Projektnamen "Forte" das System umzubauen. Ziel war das komplette Entfernen des Nomad Protokolls, welches (streams) und Hubzilla antreibt und welches als erstes eine echte nomadische Identität erlaubte.
Positiver Nebeneffekt war, dass er auch Fehler, über welche er stolperte, ebenfalls im Streams-Repo beseitigte und einige Verbesserungen als Backport einbrachte. Die aktive Entwicklung von (streams) ist zwar vorbei, das Repo ist aber nicht wirklich komplett verwaist und - womöglich auch sicherheitsrelevante - Bugfixes finden weiterhin statt.
Aufgrund dieser Entwicklung habe ich auch wieder einen (streams) Hub in Betrieb genommen und die Entwicklung von Forte interessiert beobachtet.
Ich weiß nicht, ob Forte inzwischen als Produktiv-System empfohlen wird... lange Zeit war dem nicht so. Allerdings hat es sich inzwischen so gut entwickelt, dass man es gut nutzen kann. Und so kam es, dass es seit gestern "Pepes Forte", also einen von mir betriebenen Forte-Hub gibt.

Und ich war ausgesprochen positiv überrascht, wie simpel und glatt er sich aufsetzen lässt, wie geschmeidig er läuft und wie ressourcenschonend der Betrieb ist.
Sicherlich ist Forte noch davon entfernt "fertig" zu sein... und es werden sicherlich hier und da noch Fehler und Unzulänglichkeiten sichtbar werden. Nutzbar ist es aber absolut.
So... nun aber mal dazu, was Forte denn eigentlich ist...
Ganz kurz und knapp gesagt: Forte ist ein Open-Source-ActivityPub/Fediverse-Server.
Wer sich auf einem Forte-Hub einfindet und (streams) kennt, wird auf den ersten Blick gar keinen Unterschied feststellen können. Forte lebt ganz klar in der Tradition von Hubzilla, wobei die über die Social Networking Funktionalität hinausgehenden Funktionen entfernt wurden. Wer Hubzilla kennt, der findet sich auch bei Forte in kürzester Zeit zurecht. Nur die CMS-Fähigkeiten von Hubzilla wird er nicht finden.
Die Besonderheit von Forte ist, dass es nomadische Identität, inklusive der Synchronisierung von Kanal-Klonen nahezu in Echtzeit, bietet und dabei nur mit ActivityPub arbeitet und kein anderes Protokoll für diese Funktionalität benötigt. Alle Inhalte, Medien, Einstellungen und Verbindungen werden auf die verschiedenen Kanal-Klone bei anderen Instanzen migriert, sodass man jederzeit zu einem anderen Hub wechseln kann, sollte der "Heimat-Hub" einmal nicht funktionieren. Und wenn der Haupt-Hub wieder online geht, dann gibt es auch dort keine Verluste. Auch dieser wird dann wieder synchronisiert.
Um die Funktionen von Forte aufzuzählen, zitiere ich hier ganz frech einmal die FEATURES.md aus dem Forte-Repo:
- Federated Single Sign-on: Macht private/geschützte Ressourcen auf externen Websites genauso zugänglich wie auf lokalen Websites.
- Federated Access Control: Arbeitet mit Federated Single Sign-on zusammen, um private/geschützte Medien und Webressourcen für jeden bereitzustellen, auch für Besucher von verschiedenen Websites.
- Gruppen: Öffentlich, privat und moderiert. Diese funktionieren auf fast allen Fediverse-Plattformen.
- Veranstaltungen: Kalender und Anwesenheit; automatische Geburtstagsbenachrichtigungen mit angepasster Zeitzone für Freunde, die diese Funktion nutzen.
- Berechtigungen: Nicht jeder möchte sich mit Fremden unterhalten und ihnen intime Details seines Lebens mitteilen.
- Cloud-Speicher: Integrierter Netzwerk-Dateispeicher mit integrierter föderierter Zugriffskontrolle und Zugriffs-/Berechtigungen für soziale Netzwerke. Verfügbar über WebDAV.
- Editor: Unterstützt Markdown, HTML und BB-Code. Verwenden Sie einige oder alle dieser Elemente in einem Beitrag, um ein medienreiches Erlebnis zu schaffen. Nachbearbeitung und Vorschau werden unterstützt. Es ist eher unwahrscheinlich, dass Sie bei normaler Nutzung die Längenbeschränkungen für Beiträge im Verbund überschreiten (etwa 100 Druckseiten Text). Es gibt keine willkürlichen Beschränkungen für die Anzahl der angehängten Fotos, Dateien oder Umfrageantworten.
- Teilen: Ziehen Sie verschiedene Elemente wie Dateien, Fotos, Videos, Webseiten, Karten, Fediverse-Artikel und Telefonnummern per Drag-and-Drop, um sie zu teilen.
- Listen: Diese werden manchmal auch als Kreise oder Aspekte bezeichnet und ermöglichen es Ihnen, Ihre eigenen Gruppen von Freunden zu definieren und mit ihnen als private Gruppe zu kommunizieren.
- Erweitern: Ändern oder aktualisieren Sie die Funktionalität Ihrer Software nach Belieben, indem Sie zusätzliche Funktionen aus Add-ons und der kostenlosen App-Sammlung installieren.
- Gastzugang: Ermöglichen Sie besonderen Gästen den Zugang zu privaten Ressourcen und Medien – zu Ihren Bedingungen.
- Friend Zoom: Legen Sie den Grad der Nähe zu einer Verbindung fest und zoomen Sie dann interaktiv heran, um Ihren Stream auf enge Freunde zu filtern, oder zoomen Sie heraus, um Beiträge von flüchtigen Bekannten zu sehen.
- Ortungsdienste: Einchecken, Auschecken und Suche nach Entfernung
- Zustellberichte: In einer dezentralisierten, plattformübergreifenden Welt passieren Dinge. Websites und Netzwerke fallen manchmal aus. Projektentwickler führen manchmal Fehler und Inkompatibilitäten ein. So können Sie feststellen, was mit Ihrem Beitrag oder Kommentar passiert ist und wo er sich nach der Veröffentlichung tatsächlich befindet.
- Nomadische Identität: Sie sind Sie. Wenn Sie zu einer anderen Instanz oder einem anderen Projekt wechseln oder Konten für mehrere Projekte/Instanzen erstellen, sind Sie immer noch Sie.
- C2S: Stellt die ActivityPub-API „Client to Server“ zur Verwendung mit externen Apps bereit.
Ich schätze, dass sich Forte durchaus im Fediverse etablieren könnte. Es ist funktional, hat herausragende Features und wird aktiv entwickelt. Vielleicht müsste auch bei Forte noch ein wenig an der Optik gebastelt werden (Forte erlaubt ebenfalls die Nutzung anderer Themes und deren Selbsterstellung).
Schön ist, dass mit Forte nun ein System existiert, welches die volle nomadische Identität nur mit ActivityPub bietet.
Für mich ist und bleibt das perfekte System Hubzilla. Und das zusätzliche (ja eigentlich grundlegende) Nomad (Zot/6) Protokoll erlaubt es, auch die erweiterten (CMS) Fähigkeiten mit nomadischer Identität zu nutzen. Hubzilla ist ausgereift und wird engagiert weiterentwickelt.
Trotzdem werde ich mich weiter mit Forte befassen, den Hub aller Voraussicht nach, dauerhaft betreiben und es ganz klar im Auge behalten... weil mich die Technik dahinter begeistert und weil es ein hervorragend nutzbares Programm ist, um am Fediverse teilnehmen zu können.
Ach ja: Das Forte-Repo findet man hier: https://codeberg.org/fortified/forte
Es gibt einen neuen "Nutzer" im Fediverse. Na ja... "Nutzer" halt in Anführungsstrichen, denn es ist kein Mensch, sondern ein Bot. Nennt sich FediChatBot.
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Es gibt einen neuen "Nutzer" im Fediverse. Na ja... "Nutzer" halt in Anführungsstrichen, denn es ist kein Mensch, sondern ein Bot.
Nennt sich FediChatBot.
So, wie ich das verstanden habe, handelt es sich um ein Handle, mit dem man Konversation betreiben kann, wie man es mit jedem anderen Nutzer im Fediverse tun kann. Man "unterhält" sich aber halt mit einem LLM-Bot.
So weit ist das ja nicht wirklich schlimm, solange man (hier ist es ja so, allein schon wegen des Namens) erkennen kann, dass man nicht mit einem Menschen aus Fleisch und Blut, sondern mit einer Software "Konversation" betreibt. Wer das mag... bitte.
Ruft man jetzt die Webseite des Chatbots (Memento bei der WaybackMachine) auf, dann findet man zumindest einige grundlegende Informationen über den Bot, das dahinter steckende System und - angerissen - auch zum Datenschutz. Das sind Antworten des Bots auf Fragen von Nutzern. Und hier ist der Bot bei mir dann auch sofort durchgefallen. Er antwortet auf eine Frage zum Datenschutz
Ja, die Daten, die du mir schickst, werden an Google gesendet, da ich auf dem Gemini-Modell basiere. Allerdings sollte ich betonen, dass ich diese Daten nur für die Dauer der Konversation im Speicher halte und sie nicht dauerhaft speichere. Ich behandle diese Daten als ephemeres, flüchtiges Gedächtnis.
Bedeutet: Der gesamte Dialog zwischen einem echten Nutzer und dem Bot landet bei Google und wird dort natürlich auch verwurstet. Dass der Bot selbst die Daten nicht dauerhaft speichert oder auswertet, ist ja "nett" und eigentlich auch selbstverständlich, aber was nützt es, wenn die Daten ungefiltert im Staubsaugerbeutel vom Gockel landen?
Ich kann dir versichern, dass der Entwickler von FediChatBot (Hong Minhee) sich der Datenschutzproblematik bewusst ist und versucht, so verantwortungsvoll wie möglich damit umzugehen.
Aha...er ist sich der Problematik "bewusst". Hmmm... und er geht " so verantwortungsvoll wie möglich" damit um. Die Verantwortung für den Umgang mit den Daten wird so schön auf Google abgeschoben, wo man sich die Hände reibt, weil es wieder mehr "Futter" gibt.
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Bots auch im Fediverse. Solange sie als solche erkennbar sind und solange sie nicht ausschließlich dazu dienen, Daten abzusaugen und an Unternehmen zu liefern, können sie durchaus ihre Berechtigung haben. Aber ein Bot, der eigentlich nur eine Schnittstelle zum Google-LLM ist, der hat keinen Platz auf meinen Instanzen! Also ab damit in die instanzweite Blockliste! Falls ein Nutzer meiner Hubs unbedingt mit Dschämänai Konversation treiben möchte, kann er ja direkt über Google parlieren oder sich eine weitere Instanz für einen Account suchen, wo der Bot erlaubt ist.
Der Ausfall zahlreicher Dienste des Meta-Konzerns gestern, hat wieder einmal aufgezeigt, welche Nachteile mit einer zentralisierten Social-Media Plattform einhergehen. / The outage of numerous Meta Group services yesterday once again demonstrated the disadvantages associated with a centralised social media platform. ...
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Dieser Artikel wurde am 12. Dezember 2024 erstmals veröffentlicht.

Der Ausfall zahlreicher Dienste des Meta-Konzerns gestern, hat wieder einmal aufgezeigt, welche Nachteile mit einer zentralisierten Social-Media Plattform einhergehen.
Jeder mit einem Account bei einem der Meta-Dienste... also Facebook, Instagram, Threads, Whatsapp... konnte gestern während des Ausfalls mit keinem Kontakt interagieren... und jeder war auch von den Informationen, die über diese Dienste verbreitet werden, abgeschnitten.
Große Freude und Begeisterung herrschte während der Zeit im Fediverse, weil es eine solche Katastrophe (in der Gesamtheit) im Fediverse nicht geben kann. Es ist dezentral. Der Ausfall einer Instanz (eines Servers) bringt das Fediverse nicht zum Erliegen.
Das stimmt... lässt aber einen wichtige Aspekt außen vor: Wer seinen Account auf einer von einem Ausfall betroffenen instanz hat, der ist sehr wohl betroffen. Er hat keinen Zugang zu seinen Kontakten, kann mit diesen nicht interagieren und zumindest nicht die Informationen sehen, die er aufgrund seiner Verbindungen auf seiner Instanz ansonsten in der Timeline hat. Das betrifft zwar nur einen Teil der Fediverse-Nutzer (nämlich diejenigen, die auf dem lahmenden Server beheimatet sind)... aber die betroffenen Nutzer sind trotzdem genau so gearscht, wie gestern die Meta-Adepten.
Trotzdem ist die dezentrale Struktur des Fediverse schon ein enormer Vorteil.
Und wer nun so gar nicht abwarten kann, der macht sich, im Falle eines Ausfalls der eigenen Instanz, bei einer anderen Instanz einen Account. Sogar den selben Account-Namen kann er verwenden (nur hinter dem "@" steht dann was anderes) und er kann, sofern er daran gedacht hat, mal seine Kontakte zu exportieren, seine Verbindungen per Import in den neuen Account übernehmen und hat damit alle Kontakte zurück. Allerdings ist das eine völlig neue und vom alten Account unabhängige Identität im Fediverse. Es ist kein direkter Zugriff zu seinen bisher erstellten Inhalte möglich und man findet sich nicht in Threads wieder, an denen man vorher beteiligt war.
Wie schön wäre es doch, wenn man seinen Account bzw. seine Identität, unabhängig von der Instanz, besitzen könnte und Klone davon einfach auf anderen Instanzen anlegen. Un wie schön wäre es, wenn die Inhalte und Kontakte der Identität auf allen Instanzen automatisch synchronisiert würden. Dann, und nur dann hätte ein Impact, wie der Ausfall einer Instanz seinen Schrecken verloren. Man könnte ganz einfach auf einer anderen Instanz weitermachen, als wäre nix gewesen. und wenn der ausgefallene Server wieder läuft, kehrt man zurück und hat keine Verluste, denn die Identität dort wird auch wieder synchronisiert.
Leider beherrscht ActivityPub, das derzeitige Rückgrat und die gemeinsame Protoikoll-Basis des Fediverse eine solche Funktion nicht. Wobei... es ginge schon, denn Mike Macgirvin hat eben diese Funktionalität für AP entwickelt. Es fehlt einfach nur noch an einem Fediverse-Dienst, der dies in seiner Software implementiert.
Aber auch das ist kein Beinbruch, denn Mike hat das ja nicht gerade erst erdacht. Es ist eine schon sehr lange existierende und längst verwirklichte Idee, die als nomadische Identität bezeichnet wird. Na und diese Funktionalität gibt es nun auch schon seit mindestens 2012 (also seit bald 13 Jahren) und auch wesentlich länger als Mastodon, was von vielen ja fälschlich mit dem Fediverse gleichgesetzt wird.
Er entwickelte das Kommunikationsprotokoll Zot (das inzwischen in Nomad umbenannt wurde) und es wurde in der Software Red, später in Redmatrix und schließlich in Hubzilla umbenannt, implementiert und umgesetzt.
Nun mag der typische Fediverse-Nutzer fragen, was ihm das hilft. Er wolle doch nicht auf eine Software mit einem anderen Protokoll als AP und damit in ein ganz anderes Netzwerk einsteigen. Man möchte doch auch mit all seinen Verbindungen in Kontakt bleiben.
Ja und? Hubzilla beherrscht seit Sommer 2017 (also noch bevor Mastodon AP übernommen hat) die Kommunikation mit dem ActivityPub-Protokoll. Mit Hubzilla ist man ganz normaler Teil des Fediverse und kann mit allen anderen Diensten interagieren. Nutzer anderer Dienste merken meist nicht einmal, dass ihr Kontakt mit Hubzilla im Fediverse ist.
Wer nun einen Account bei einer Hubzilla-Instanz (diese werden Hub genannt) und dort einen Kanal (das ist die Fediverse-Identität) hat, der kann sich bei einem anderen Hub (und vielleicht bei noch mehreren) einen Account erstellen und seinen Kanal, also seine server-unabhängige Identität dorthin klonen. Einer der Hubs wird quasi als "Heimat-Hub" festgelegt (dort liegt der primäre Kanal, also der, mit dem man üblicher Weise im Fediverse unterwegs ist und der auch das Handle der Identität
Fällt nun einmal der "Haupt-Hub" aus, loggt man sich einfach mit seinem Account bei einem anderen Hub ein und kann mit dem Klon des primären Kanals ganz normal weiter am Fediverse teilnehmen (sogar das Handle verändert sich hinter dem "@" nicht... keiner im Fediverse merkt, dass man mit seinem Klon unterwegs ist). Ist der "Haupt-Hub" dann wieder in Ordnung und online, werden sämtliche Dinge, die man mit dem Klon gemacht hat, automatisch auch mit dem primären Kanal wieder synchronisiert und man kann wieder mit diesem das Fediverse durchstreifen.
Übrigens... mit Hubzilla besitzt man seine Identität (und wenn man mag auch alle Inhalte) tatsächlich selbst. Man kann seinen Kanal in eine Datei exportieren und hat damit seine Identität, seine Signatur und seine Kontakte in einer Datei auf dem eigenen Gerät. Wer mag, nimmt diese Identität auf einem USB-Stick überall hin mit... man weiß ja nie... 😉😂
Toll, oder? Wir müssen also gar nicht warten, dass die nomadische Identität mit AP irgendwann dienste-übergreifend (was eh unwahrscheinlich ist) umgesetzt wird. Wir können das jetzt sofort haben. Die einzige Einschränkung ist, dass wir auf einen Account bei einem (oder besser mehreren) Hubzilla Hub angewiesen sind... aber es gibt genügend davon (Stand jetzt gerade: 39 Hubs mit der Möglichkeit, einen Account anzulegen... mindestens...). Und man ist nicht vom Fediverse abgekoppelt, sondern interagiert mit Nutzern von Mastodon, Misskey, den Forkeys, GoToSocial, Friendica, Mitra, Pleroma, Akkoma u.v.m. Ich zum Beispiel habe mit meinem Pepe-Kanal insgesamt 297 Kontakte... davon sind 86 Hubzilla-Kontakte, 4 RSS-Feeds und 207 ActivityPub-Kontakte.
Und Hubzilla ist kein Buch mit sieben Siegeln. Es gibt inzwischen eine sehr umfangreiche Hilfe (de und en) und die Hubzilla KnowledgeDB. Damit sollte jeder in der Lage sein, die Vorteile der nomadischen Identität mit Hubzilla in Anspruch zu nehmen.
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The outage of numerous Meta Group services yesterday once again demonstrated the disadvantages associated with a centralised social media platform.
Anyone with an account with one of the Meta services... i.e. Facebook, Instagram, Threads, Whatsapp... was unable to interact with any contact yesterday during the outage... and everyone was also cut off from the information that is distributed via these services.
There was great joy and excitement in the Fediverse during that time because there can be no such disaster (in totality) in the Fediverse. It is decentralised. The failure of one instance (one server) does not bring the Fediverse to a standstill.
That's true... but it leaves out an important aspect: Anyone who has their account on an instance affected by an outage is very much affected. They have no access to their contacts, cannot interact with them and at least cannot see the information that they would otherwise have in the timeline due to their connections on their instance. Although this only affects some Fediverse users (namely those who are located on the lame server)... but the affected users are still just as screwed as the meta adepts were yesterday.
Nevertheless, the decentralised structure of the Fediverse is an enormous advantage.
And if you can't wait, you can create an account with another instance in case your own instance fails. They can even use the same account name (only the ‘@’ will be different) and, if they have remembered to export their contacts, they can import their connections into the new account and have all their contacts back. However, this is a completely new identity in Fediverse that is independent of the old account. It is not possible to directly access your previously created content and you will not find yourself in threads in which you were previously involved.
How nice it would be if you could own your account or identity independently of the instance and simply create clones of it on other instances. And how nice it would be if the content and contacts of the identity were automatically synchronised on all instances. Then, and only then, would an impact such as the failure of an instance lose its horror. You could simply carry on working on another instance as if nothing had happened. And when the failed server is up and running again, you return and have no losses, because the identity there is also synchronised again.
Unfortunately, ActivityPub, the current backbone and common protocoll base of the Fediverse, does not have such a function. Although... It would be possible, because Mike Macgirvin has developed this functionality for AP. The only thing missing is a Fediverse service that implements it in its software.
But that's not a problem either, because Mike didn't just come up with it. It's an idea that has existed for a very long time and has long since been realised, known as nomadic identity. And this functionality has been around since at least 2012 (almost 13 years) and for much longer than Mastodon, which many people wrongly equate with the Fediverse.
He developed the communication protocol Zot (which has since been renamed Nomad) and it was implemented and realised in the software Red, later renamed Redmatrix and finally Hubzilla.
Now the typical Fediverse user may ask how this helps him. They don't want to switch to a software with a different protocol than AP and thus enter a completely different network. You want to stay in contact with all your connections.
So what? Hubzilla has been able to communicate with the ActivityPub protocol since summer 2017 (i.e. before Mastodon adopted AP). With Hubzilla, you are a normal part of the Fediverse and can interact with all other services. Users of other services usually don't even realise that their contact with Hubzilla is in the Fediverse.
If you now have an account with a Hubzilla instance (these are called hubs) and a channel there (this is your Fediverse identity), you can create an account on another hub (and perhaps on several others) and clone your channel, i.e. your server-independent identity, there. One of the hubs is defined as the ‘home hub’ (this is where the primary channel is located, i.e. the one that is usually used in the Fediverse and which also determines the handle of the identity
If the ‘main hub’ fails, you simply log in to another hub with your account and can continue to participate in the Fediverse as normal with the clone of the primary channel (even the handle behind the ‘@’ does not change... nobody in the Fediverse will notice that you are travelling with your clone). Once the ‘main hub’ is back in order and online, all the things you did with the clone are automatically synchronised with the primary channel and you can roam the Fediverse with it again.
By the way... with Hubzilla you actually own your identity (and if you like, all your content). You can export your channel to a file and thus have your identity, your signature and your contacts in one file on your own device. If you like, you can take this identity with you wherever you go on a USB stick... you never know... 😉😂
Great, isn't it? So we don't even have to wait for the nomadic identity with AP to be implemented across all services at some point (which is unlikely anyway). We can have it right now. The only limitation is that we have to have an account with one (or better, several) Hubzilla hubs... but there are enough of them (as of right now: 39 hubs with the possibility to create an account... at least...). And you are not disconnected from the Fediverse, but interact with users from Mastodon, Misskey, the Forkeys, GoToSocial, Friendica, Mitra, Pleroma, Akkoma and many more. For example, I have a total of 297 contacts with my Pepe channel... 86 of which are Hubzilla contacts, 4 RSS feeds and 207 ActivityPub contacts.
And Hubzilla is not a closed book. There is now a very comprehensive help centre (en and de) and the Hubzilla KnowledgeDB. This should enable anyone to take advantage of the nomadic identity with Hubzilla.
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Der Ausfall zahlreicher Dienste des Meta-Konzerns gestern, hat wieder einmal aufgezeigt, welche Nachteile mit einer zentralisierten Social-Media Plattform einhergehen.
Jeder mit einem Account bei einem der Meta-Dienste... also Facebook, Instagram, Threads, Whatsapp... konnte gestern während des Ausfalls mit keinem Kontakt interagieren... und jeder war auch von den Informationen, die über diese Dienste verbreitet werden, abgeschnitten.
Große Freude und Begeisterung herrschte während der Zeit im Fediverse, weil es eine solche Katastrophe (in der Gesamtheit) im Fediverse nicht geben kann. Es ist dezentral. Der Ausfall einer Instanz (eines Servers) bringt das Fediverse nicht zum Erliegen.
Das stimmt... lässt aber einen wichtige Aspekt außen vor: Wer seinen Account auf einer von einem Ausfall betroffenen instanz hat, der ist sehr wohl betroffen. Er hat keinen Zugang zu seinen Kontakten, kann mit diesen nicht interagieren und zumindest nicht die Informationen sehen, die er aufgrund seiner Verbindungen auf seiner Instanz ansonsten in der Timeline hat. Das betrifft zwar nur einen Teil der Fediverse-Nutzer (nämlich diejenigen, die auf dem lahmenden Server beheimatet sind)... aber die betroffenen Nutzer sind trotzdem genau so gearscht, wie gestern die Meta-Adepten.
Trotzdem ist die dezentrale Struktur des Fediverse schon ein enormer Vorteil.
Und wer nun so gar nicht abwarten kann, der macht sich, im Falle eines Ausfalls der eigenen Instanz, bei einer anderen Instanz einen Account. Sogar den selben Account-Namen kann er verwenden (nur hinter dem "@" steht dann was anderes) und er kann, sofern er daran gedacht hat, mal seine Kontakte zu exportieren, seine Verbindungen per Import in den neuen Account übernehmen und hat damit alle Kontakte zurück. Allerdings ist das eine völlig neue und vom alten Account unabhängige Identität im Fediverse. Es ist kein direkter Zugriff zu seinen bisher erstellten Inhalte möglich und man findet sich nicht in Threads wieder, an denen man vorher beteiligt war.
Wie schön wäre es doch, wenn man seinen Account bzw. seine Identität, unabhängig von der Instanz, besitzen könnte und Klone davon einfach auf anderen Instanzen anlegen. Un wie schön wäre es, wenn die Inhalte und Kontakte der Identität auf allen Instanzen automatisch synchronisiert würden. Dann, und nur dann hätte ein Impact, wie der Ausfall einer Instanz seinen Schrecken verloren. Man könnte ganz einfach auf einer anderen Instanz weitermachen, als wäre nix gewesen. und wenn der ausgefallene Server wieder läuft, kehrt man zurück und hat keine Verluste, denn die Identität dort wird auch wieder synchronisiert.
Leider beherrscht ActivityPub, das derzeitige Rückgrat und die gemeinsame Protoikoll-Basis des Fediverse eine solche Funktion nicht. Wobei... es ginge schon, denn Mike Macgirvin hat eben diese Funktionalität für AP entwickelt. Es fehlt einfach nur noch an einem Fediverse-Dienst, der dies in seiner Software implementiert.
Aber auch das ist kein Beinbruch, denn Mike hat das ja nicht gerade erst erdacht. Es ist eine schon sehr lange existierende und längst verwirklichte Idee, die als nomadische Identität bezeichnet wird. Na und diese Funktionalität gibt es nun auch schon seit mindestens 2012 (also seit bald 13 Jahren) und auch wesentlich länger als Mastodon, was von vielen ja fälschlich mit dem Fediverse gleichgesetzt wird.
Er entwickelte das Kommunikationsprotokoll Zot (das inzwischen in Nomad umbenannt wurde) und es wurde in der Software Red, später in Redmatrix und schließlich in Hubzilla umbenannt, implementiert und umgesetzt.
Nun mag der typische Fediverse-Nutzer fragen, was ihm das hilft. Er wolle doch nicht auf eine Software mit einem anderen Protokoll als AP und damit in ein ganz anderes Netzwerk einsteigen. Man möchte doch auch mit all seinen Verbindungen in Kontakt bleiben.
Ja und? Hubzilla beherrscht seit Sommer 2017 (also noch bevor Mastodon AP übernommen hat) die Kommunikation mit dem ActivityPub-Protokoll. Mit Hubzilla ist man ganz normaler Teil des Fediverse und kann mit allen anderen Diensten interagieren. Nutzer anderer Dienste merken meist nicht einmal, dass ihr Kontakt mit Hubzilla im Fediverse ist.
Wer nun einen Account bei einer Hubzilla-Instanz (diese werden Hub genannt) und dort einen Kanal (das ist die Fediverse-Identität) hat, der kann sich bei einem anderen Hub (und vielleicht bei noch mehreren) einen Account erstellen und seinen Kanal, also seine server-unabhängige Identität dorthin klonen. Einer der Hubs wird quasi als "Heimat-Hub" festgelegt (dort liegt der primäre Kanal, also der, mit dem man üblicher Weise im Fediverse unterwegs ist und der auch das Handle der Identität
<kanalname>@<hub> bestimmt). Was auch immer man nun macht, ob man postet, teilt, weitersagt, kommentiert, Likes verteilt oder neue Kontakte hinzufügt... Hubzilla synchronisiert das bei allen Klonen des Kanals auf anderen Hubs.Fällt nun einmal der "Haupt-Hub" aus, loggt man sich einfach mit seinem Account bei einem anderen Hub ein und kann mit dem Klon des primären Kanals ganz normal weiter am Fediverse teilnehmen (sogar das Handle verändert sich hinter dem "@" nicht... keiner im Fediverse merkt, dass man mit seinem Klon unterwegs ist). Ist der "Haupt-Hub" dann wieder in Ordnung und online, werden sämtliche Dinge, die man mit dem Klon gemacht hat, automatisch auch mit dem primären Kanal wieder synchronisiert und man kann wieder mit diesem das Fediverse durchstreifen.
Übrigens... mit Hubzilla besitzt man seine Identität (und wenn man mag auch alle Inhalte) tatsächlich selbst. Man kann seinen Kanal in eine Datei exportieren und hat damit seine Identität, seine Signatur und seine Kontakte in einer Datei auf dem eigenen Gerät. Wer mag, nimmt diese Identität auf einem USB-Stick überall hin mit... man weiß ja nie... 😉😂
Toll, oder? Wir müssen also gar nicht warten, dass die nomadische Identität mit AP irgendwann dienste-übergreifend (was eh unwahrscheinlich ist) umgesetzt wird. Wir können das jetzt sofort haben. Die einzige Einschränkung ist, dass wir auf einen Account bei einem (oder besser mehreren) Hubzilla Hub angewiesen sind... aber es gibt genügend davon (Stand jetzt gerade: 39 Hubs mit der Möglichkeit, einen Account anzulegen... mindestens...). Und man ist nicht vom Fediverse abgekoppelt, sondern interagiert mit Nutzern von Mastodon, Misskey, den Forkeys, GoToSocial, Friendica, Mitra, Pleroma, Akkoma u.v.m. Ich zum Beispiel habe mit meinem Pepe-Kanal insgesamt 297 Kontakte... davon sind 86 Hubzilla-Kontakte, 4 RSS-Feeds und 207 ActivityPub-Kontakte.
Und Hubzilla ist kein Buch mit sieben Siegeln. Es gibt inzwischen eine sehr umfangreiche Hilfe (de und en) und die Hubzilla KnowledgeDB. Damit sollte jeder in der Lage sein, die Vorteile der nomadischen Identität mit Hubzilla in Anspruch zu nehmen.
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The outage of numerous Meta Group services yesterday once again demonstrated the disadvantages associated with a centralised social media platform.
Anyone with an account with one of the Meta services... i.e. Facebook, Instagram, Threads, Whatsapp... was unable to interact with any contact yesterday during the outage... and everyone was also cut off from the information that is distributed via these services.
There was great joy and excitement in the Fediverse during that time because there can be no such disaster (in totality) in the Fediverse. It is decentralised. The failure of one instance (one server) does not bring the Fediverse to a standstill.
That's true... but it leaves out an important aspect: Anyone who has their account on an instance affected by an outage is very much affected. They have no access to their contacts, cannot interact with them and at least cannot see the information that they would otherwise have in the timeline due to their connections on their instance. Although this only affects some Fediverse users (namely those who are located on the lame server)... but the affected users are still just as screwed as the meta adepts were yesterday.
Nevertheless, the decentralised structure of the Fediverse is an enormous advantage.
And if you can't wait, you can create an account with another instance in case your own instance fails. They can even use the same account name (only the ‘@’ will be different) and, if they have remembered to export their contacts, they can import their connections into the new account and have all their contacts back. However, this is a completely new identity in Fediverse that is independent of the old account. It is not possible to directly access your previously created content and you will not find yourself in threads in which you were previously involved.
How nice it would be if you could own your account or identity independently of the instance and simply create clones of it on other instances. And how nice it would be if the content and contacts of the identity were automatically synchronised on all instances. Then, and only then, would an impact such as the failure of an instance lose its horror. You could simply carry on working on another instance as if nothing had happened. And when the failed server is up and running again, you return and have no losses, because the identity there is also synchronised again.
Unfortunately, ActivityPub, the current backbone and common protocoll base of the Fediverse, does not have such a function. Although... It would be possible, because Mike Macgirvin has developed this functionality for AP. The only thing missing is a Fediverse service that implements it in its software.
But that's not a problem either, because Mike didn't just come up with it. It's an idea that has existed for a very long time and has long since been realised, known as nomadic identity. And this functionality has been around since at least 2012 (almost 13 years) and for much longer than Mastodon, which many people wrongly equate with the Fediverse.
He developed the communication protocol Zot (which has since been renamed Nomad) and it was implemented and realised in the software Red, later renamed Redmatrix and finally Hubzilla.
Now the typical Fediverse user may ask how this helps him. They don't want to switch to a software with a different protocol than AP and thus enter a completely different network. You want to stay in contact with all your connections.
So what? Hubzilla has been able to communicate with the ActivityPub protocol since summer 2017 (i.e. before Mastodon adopted AP). With Hubzilla, you are a normal part of the Fediverse and can interact with all other services. Users of other services usually don't even realise that their contact with Hubzilla is in the Fediverse.
If you now have an account with a Hubzilla instance (these are called hubs) and a channel there (this is your Fediverse identity), you can create an account on another hub (and perhaps on several others) and clone your channel, i.e. your server-independent identity, there. One of the hubs is defined as the ‘home hub’ (this is where the primary channel is located, i.e. the one that is usually used in the Fediverse and which also determines the handle of the identity
<channelname>@<hub>). Whatever you do now, whether you post, share, forward, comment, distribute likes or add new contacts... Hubzilla synchronises this for all clones of the channel on other hubs.If the ‘main hub’ fails, you simply log in to another hub with your account and can continue to participate in the Fediverse as normal with the clone of the primary channel (even the handle behind the ‘@’ does not change... nobody in the Fediverse will notice that you are travelling with your clone). Once the ‘main hub’ is back in order and online, all the things you did with the clone are automatically synchronised with the primary channel and you can roam the Fediverse with it again.
By the way... with Hubzilla you actually own your identity (and if you like, all your content). You can export your channel to a file and thus have your identity, your signature and your contacts in one file on your own device. If you like, you can take this identity with you wherever you go on a USB stick... you never know... 😉😂
Great, isn't it? So we don't even have to wait for the nomadic identity with AP to be implemented across all services at some point (which is unlikely anyway). We can have it right now. The only limitation is that we have to have an account with one (or better, several) Hubzilla hubs... but there are enough of them (as of right now: 39 hubs with the possibility to create an account... at least...). And you are not disconnected from the Fediverse, but interact with users from Mastodon, Misskey, the Forkeys, GoToSocial, Friendica, Mitra, Pleroma, Akkoma and many more. For example, I have a total of 297 contacts with my Pepe channel... 86 of which are Hubzilla contacts, 4 RSS feeds and 207 ActivityPub contacts.
And Hubzilla is not a closed book. There is now a very comprehensive help centre (en and de) and the Hubzilla KnowledgeDB. This should enable anyone to take advantage of the nomadic identity with Hubzilla.
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